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Leim
sicher hervor, dafs die Zusammensetzung des Leims wirk-lich so sei, so lange nicht zugleich das Atomgewicht desLeims ans seiner Verbindungs-Capacität bekannt ist, unddiese möchte wohl leicht zu linden sein, da der Leim dieEigenschaft hat, mit so vielen Metallsalzen in unlöslichenund bestimmlen Verbindungen gefallt zu werden.
Vom Leim macht inan mannichfache technische An-wendung. Die allgemeinste ist zum Zusammenleimen vonHolz, Papier u. dergl. Hierzu nimmt man l) den ausHäuten und Hautabfällen auf die oben angegebene Art be-reiteten Tischlerleim, der am besten leimt. Zu diesemEndzweck wird derselbe zuerst mit kaltem Wasser aufge-weicht, dieses abgegossen, und dann ohne W r asserzusatz ge-schmolzen und so lange eingekocht, bis sich dabei eineHaut auf der Oberfläche bildet. Soll er gebiaucht wer-den, so wird er bei gelinder Wärme geschmolzen, unddie zu leimenden Flächen vor dem Aufstreichen erwärmt,damit nicht der Leim durch ihre niedrigere Temperatursogleich erstarre. Die Adhäsion wird durch Schrauben-pressen so lange unterstützt, bis die Leimung wenigstenshalbtrocken geworden ist.
2) Han seit blase (p. 629.), die einen ganz farblosenund wasserklaren Leim bildet, wird zu solchen Leimun-gen gebraucht, wo der Leim nicht färben darf. Zu die-sem Behuf wird sie zuerst in Branntwein aufgeweicht undhernach darin gekocht und aufgelöst; durch den Brannt-wein erhält sie sich besser als Gallerte, ohne zu verderben.Aber Hausenblase leimt weit schwächer als Tischlerleim,und da sie bedeutend theurer ist, so ist sie mit grofsemVortheil durch Tischlerleim zu ersetzen, den man auf dieoben angegebene Art mit kaltem Wasser von nicht mehr alsauslnugt.
Der Leim wird ferner zur Befestigung der Wasser-farben in der Malerei, und mit Alaun zum Leimen des Pa-piers gebraucht. Aufserdem braucht man ihn als Nahrungs-mittel in Form von Geleen, die aus Hirschhorn, Hamen-blase, Kalbsfüfsen bereitet werden; er ist ein wesentlicherBestandteil der Fleischbrühe, und in neuerer Zeit hat