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4,1 (1831) Lehrbuch der Thier-Chemie
Entstehung
Seite
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Seide.

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tige Substanz zurück, die zwischen -[-75° und 80° schmilztund dabei schwarz wird, und in 2000 Th. kalten und 300bis 400 Th. kochenden Alkohols löslich ist. Von gelberSeide behält dabei der Alkohol 0,2 p. C. ihres Gewichtseines gelben Farbstoffs zurück, der nach dem Verdunsten inGestalt eines rothbraunen, harzartigen Körpers zurückbleibt,welcher beij 30° schmilzt und riecht, wahrscheinlich inFolge einer kleinen'Menge flüchtigen Oels. ln Wasser ist ernicht löslich, löst sich aber in 8 bis 10 Th. Alkohols; er wirdvon Chlor gebleicht, von concentrirter Schwefelsäure oderSalzsäure geschwärzt, von kaustischen Alkalien, auch vonAmmoniak und Seifenwasser gelöst. Wird darauf die Seidemit Wasser behandelt, so löst sich das sogenannte Gummider Seide auf. Dieses ist in seinem 5 - bis 6 fachen Ge-wicht Wassers löslich, nach dessen Verdunstung es als einehelle, rothgelbe, nach dem völligen Trocknen pulverisir-bare Masse zurückbleibt. Beim Verbrennen riecht es ani-malisch. Seine wäfsrige Lösung ist rothbraun, wird durchVerdünnung gelb, fault leicht und wird stinkend. Ko-chender Alkohol löst kaum eine Spur davon auf. Ausseiner wäfsrigen Lösung wird es durch Chlor gefällt; derNiederschlag ist weifs, wird an der Luft dunkelroth undist in Alkohol löslich. Schwefelsäure und Salpetersäureerhöhen die gelbe Farbe dieser Substanz; durch schwef-lichte Säure wird sie grünlich. Von den Alkalien wirdsie nicht verändert, sie tragen aber zu ihrer größerenLöslichkeit in Wasser bei. Von Galläpfelinfusion wird sienicht gefällt.

Was die Seide selbst betrifft, so hat sie in mehrerenihrer Verhältnisse mit der Epidermis oder der Hornsub-stanz Aehnlichkeit; in anderen weicht sie jedoch davonab. Sie ist z. B. in concentrirter Schwefelsäure löslich,wenn sie damit zusammengerieben und 24 Stunden stehengelassen wird. Die Seide schwillt damit zu einem Schleimauf, welcher sich gleich nach dem Zusammenreiben durchWasser von der Säure trennen läfst; allein nach Verlaufvon 24 Stunden löst sich das Ganze im Wasser auf. Fälltman die Säure durch Kalk aus, und dampft die filtrirteIV. 41