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4,1 (1831) Lehrbuch der Thier-Chemie
Entstehung
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Cochenille.

wozu das nach der Absetzung des Carmins erhaltene ge-nommen werden kann, mit Thonerdehydrat macerirt wird,wozu man neue Quantitäten Decoct setzt, bis die Farbedie gewünschte Tiefe erlangt hat. Auch macht man ihnso, dafs man zuerst Alaun, und darauf Alkali zusetzt, undden Niederschlag in eine erstere und zweite Portion theilt,wovon die erste am tiefsten gefärbt ist. Der Alaun mufsdazu stets eisenfrei sein.

Eine schöne Schril'tdinte erhält man, wenn in einemCochenille-Decoct, welches ein wenig Weinstein enthält,nach dem Filtriren ein, an einem Faden hängendes Stückrömischen Alauns nur so lange herumgeschwengt wird,bis die Farbe die verlangte Höhe hat; geschieht es län-ger, so geht die Farbe in Gelb über. Auch kann dasDecoct für sich angewendet werden, mit der Zeit abergelatinirt es und verdirbt.

Auch noch mehrere andere Coccusarten enthalten Coc-cusroth, wie z. ß. Coccus Ilicis, gewöhnlich Kermes ge-nannt, Coccus Ficus oder laccae, Coccus polonicus. Vonallen diesen werden die Männchen nach der Paarung ge-sammelt, getödtet und getrocknet, und ihr Farbstoff läfstsich auf dieselbe Art, wie aus Coccus Cacti, aus ihnen aus-ziehen und an wenden. Lassaigne hat gezeigt, dafs derFarbstoff in Coccus Ilicis derselbe wie in Coccus Cacti ist,und soviel sich aus Johns und Bancrofts Versuchenentnehmen läfst, scheint dasselbe auch für Coccus Ficus zugelten. Der sogenannte Lacklack wird aus einer Lösungdieses Farbstoffs in kohlensaurem Natron bereitet, den manaus Stocklack ausgezogen hat (Bd. III. pag. 539.) und durchAlaun fällt. Fr enthält, anlser Thonerde und Farbstoff,ein Drittel seines Gewichts Harz.

Coccus polonicus enthält ganz denselben Farbstoff wieCoccus Cacti, allein seine Anwendung wird durch andereBestand thoile erschwert. Er ist nämlich sehr reich an Fett,welches in dem getrockneten Coccus in fette Säuren ver-wandelt ist, und welches, vor der Anwendung des Coc-cus, durch Pressen weggeschafft werden mufs. Hieraufist er zum Behuf der Färberei eben so anwendbar, wie