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4,1 (1831) Lehrbuch der Thier-Chemie
Entstehung
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Coccusrolh.

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durch Säuren wieder roth wird. Seine Verbindungen mitden Alkalien, mit Baryt- und Strontianerde, sind in Was-ser löslich; die mit Kalkerde schlägt sich nieder. Kommtkaustisches Kali im Ueberschufs hinzu, und wird die Ober-fläche der Flüssigkeit zugleich von der Luft berührt, sotritt eine Zersetzung des Farbstoffs in Folge einer fortschrei-tenden Sauerstoffabsorption ein, bis ersterer endlich zer-stört ist (vergl. B. III. p. 662 . Hämatin, womit dieser Farb-stoff viele Aehnlichkeit hat); in einer verkorkten Flaschedagegen erhält er sich. Dieser Farbstoff verhält sich imGanzen wie viele rothe Pflanzenfarben, von denen er sichnur durch eine gröfsere Beständigkeit unterscheidet.

Zu Thonerdehydrat hat er eine so entschiedene Ver-wandtschaft, dafs dieses Hydrat, wenn es mit seiner Auf-lösung angerührt wird, denselben niederschlägt, sich rothfärbt und die Flüssigkeit farblos zuriickläfst; kocht mandieses Gemische, so nimmt der Niederschlag dieselbe Farbewie durch Sättigung mit anderen Basen an. Am bestenerhält man diese Verbindung, wenn man Alaun in derAuflösung des Farbstoffs auflöst, und dann kalt mit koh-lensaurem Ammoniak fällt, bis der Farbstoff gerade nie-dergeschlagen ist.

Von gewissen Salzen wird die Lösung von Coccus-roth verändert. Alaun gibt ihr einen schönen Stich ins Pur-purrothe, ohne sie zu fällen. Essigsaures Bleioxyd wirddavon violett gefällt, und überschüssige Säure löst denNiederschlag nicht auf. Zinnchlorür fällt denselben miteiner dunkelrothen Farbe, die in dem Grade, als das Oxy-dul des Niederschlages sich in der Luft oxydirt, schön rothwird. Von Eisensalzen wird die Lösung von Coccusrothbraun, von Kupfersalzen violett, ohne gefällt zu werden.Von salpetersaurem Quecksilberoxydul wird sie mit vio-letter, und vom Oxydsalz mit scharlachrother Farbe gefällt;das letztere Salz läfst einen Theil unausgefällt. Von sal-petersaurem Silberoxyd wird sie weder gefällt noch ver-ändert. Goldchlorid schlägt sie nicht nieder, verändertaber gänzlich die Natur des Farbstoffs. Von Galläpfelin-fusion wird sie nicht gefällt.