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4,1 (1831) Lehrbuch der Thier-Chemie
Entstehung
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Indianische Schwalbennester.

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vergleichenden Bemühen, und Ewerard Home, hierdurchzu einer anatomischen Untersuchung des Magens dieserSchwalben veranlafst, fand, dafs er mit einem ganz eigen-thümlichen Organ versehen sei, dessen Ausführungsgängeer ein Stück aufwärts in der Speiseröhre zu finden glaubte.Rudolphi hat jedoch gezeigt, dafs das von Home be-schriebene Organ auch bei anderen Schwalben, die ihreNester aus Erde bauen, vorkömmt, und dafs es also nichtzur Secretion des zum Neste bestimmten Materials vorhan-den sein könne. Nach Thunbergs "Vermuthung bauendiese Schwalben ihre Nester aus Fucusarten, besonders ausFucus bursa, die nach ihm eben so gelatinös wie die Sub-stanz der Schwalbennester sein sollen. Ueber die Ent-stehung dieser Substanz ist man also noch ganz im Un-gewissen.

Ein jedes dieser Schwalbennester wiegt ungefähr 1 Loth,und hat eine den gewöhnlichen Schwalbennestern ähnlicheForm, also ungefähr die Form einer auf der einen Seiteplattgedrückten Theetasse. Sie haben das Ansehen, als be-ständen sie aus Hirschhorngelee oder aus Traganth, undan den, an ihnen unterscheidbaren verschiedenen Schich-ten sieht man, dafs sie nicht auf einmal gebildet sind.Ihre chemische Natur ist von Döbereiner untersucht wor-den. Sie bestehen aus einem Thierstoff, welcher in aus-gezeichnetem Grade die dem Schleim angehörenden Cha-ractere besitzt, und der vor allen in seinem Verhalten mitden Knochen der Knorpelfische übereinkommt. Diese Sub-stanz quillt in Wasser zu einer durchsichtigen Gallerte auf,welche durch Kochen mit Wasser noch mehr aufquillt undlockerer wird, ohne sich aber aufzulösen. Bringt man diegekochte Masse auf ein Filtrum, so läuft das Wasser ab,indem sich der Schleim allmählig zusammenzieht, so dafser sich zuletzt trocknen iäfst, und dabei wieder sein ur-sprüngliches Ansehen annimmt. Das Wasser hat nur einesehr geringe Menge davon aufgelöst, die sich nach Concen-trirung der Lösung durch Alkohol und Bleiessig, alleinnicht durch Bleizucker, Quecksilberchlorid oder Galläpfel-infusion, ausfällen Iäfst. Beim Verdunsten der Lösung bleibtIV. 40