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Castoreum.
von verbranntem Moschus mufs grau, nicht roth oder gelb,sein, und nicht mehr als 5 bis 6 Procent davon betragen.
Bibergeil (Castoreum) wird vom Biber, Castor Biber,erhalten, bei dem es, sowohl beim Männchen als Weib-chen, in zwei Beuteln abgesondert wird. Bei dem Männ-chen sitzen sie hinter der Vorhaut, und beim Weibchenan dem oberen Rand der Mündung der Vagina, in wel-cher sie sich öffnen. Sie bestehen aus einem sehr dich-ten, in mehrere Blätter verwebten Zellgewebe, zwischenwelche das Bibergeil eingeschlossen und verwachsen ist.Die Beutel liegen parallel neben einander, unter der Haut,hängen zusammen, und sind an dem einen Ende etwasvon einander getrennt. An dem einen sind sie länglich,und an dem anderen, wo sie getrennt sind, breiter undabgerundet. Aufsen sind sie glatt, schwarzbraun und ohneHaare. Sie sind ganz mit Bibergeil angefüllt, aber so,dafs in der Mitte eine Höhlung gebildet ist, woran mandas ächte Bibergeil von dem verfälschten unterscheidet.
Das Bibergeil ist bei dem Thiere weich und hat eineConsistenz zwischen Wachs und Honig. Nach Abschneidungdes Beutels trocknet es aus, und alsdann ist das Biber-geil trocken, jedoch nicht hart, schwarzbraun, glanzlosund leicht zerdrückbar. Es besitzt einen eigenen, starken,unangenehmen Geruch, einen bitteren, beifsenden, etwasaromatischen und lange anhaltenden Geschmack. Das Bi-bergeil ist von Thouvenel, Fourcroy, Bouillon laGrange, Haas und Hildebrand, Thiemann, Bar-neveld, Bohn, Laugier, Bizio, und am ausführlich-sten von Brandes untersucht worden.
In seiner Zusammensetzung hat das Bibergeil mit demMoschus keine solche Analogie, wie man vermuthen sollte,und seine Bestandtheile sind sehr verschieden davon. Esenthält:
1. Wasser und Ammoniak, zusammen ungefährvom Gewicht des Bibergeils, wovon aber das Ammo-niak nicht 1 Procent ausmacht.
2. Ein flüchtiges Oel, welches die Ursache sei-nes Geruchs ist und durch Destillation mit Wasser erhal-