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Moschus.
weich und locker, wird aber, so wie er im Handel vor-kommt, durch Austrocknung fester und körnig. Er hateinen eigenthümlichen, anhaltenden, übrigens allgemein be-kannten Geruch. Es gibt davon mehrere Sorten, verschie-den nach dem Alter der Tbiere und der ungleichen nörd-lichen Lage der Bergketten, auf denen sie sich aufhalten.
Der beste Moschus hat folgende änfsere Eigenschaften.Er besteht dem gröbsten Theil nach aus runden oder ova-len, etwas abgeplatteten, zuweilen auch ganz unregelmä-fsigen Körnern, von der Gröfse eines Stecknadelkopfs biszu der einer Erbse, gemengt mit einer mehr zusammenhän-genden Masse. Die Körner haben eine dunklere, schwarz-braune, fast schwarze Farbe, sind schwach fettglänzend,lassen sich leicht zerdrücken und zerreiben, haben im In-nern eine gleichförmige Beschaffenheit, und geben, aufPapier gestrichen, einen braunen, aber wenig zusammen-hängenden Strich. Die übrige spröde Moschusmasse istmit feinen braunen Häuten durchzogen. Sein Geruch ist,gleich nach dem Herausnehmen, stark, mit einem gewis-sen Nebengeruch, der nachher verschwindet.
Die erste gute chemische Analyse über den Moschusist von Thiemann; später lieferten Bucholz, Guibourtund Blondeau recht gute Untersuchungen darüber; dieletzten aber sind von Büchner, und von Geiger undReimann, aus deren vortrefflichen Arbeit ich das Haupt-sächlichste des nun Anzuführenden entlehnt habe. SeineBestandtheile sind:
1. Flüchtige Materien. Der Moschus, so wie er inden Moschusbeuteln im Handel vorkommt, enthält verän-derliche Mengen von flüchtigen Stoffen, von denen ein klei-ner Theil aus kohlensaurem Ammoniak besteht, dasüebrigeaber Wasser ist. Thiemann fand 15 p. C., Guibourtund Blondeau 47, Büchner 17,6, und Geiger undReimann 41 Procent. Das Entwichene besteht haupt-sächlich aus Wasser, enthält aber ungefähr i p. C. vomGewicht des Moschus Ammoniak und eine unwägbare Spurriechender Materie. Der starke Geruch des Moschus, wel-cher so lange anhält, und von allen bekannten Riechstof-