Druckschrift 
4,1 (1831) Lehrbuch der Thier-Chemie
Entstehung
Seite
588
Einzelbild herunterladen
 

588

Milch.

sich der Käsestoff nicht, wie aus Kuhmilch, zu einem Klum-pen, sondern in einzelnen Flocken ansammelt. Nach einemmittleren Verhältnifs enthält die Milch 2r bis 3 ProcentKäsestoff. Die von Meggenhofen erhaltenen Resultatevon dreien, im Einzelnen mitgetheilten Analysen von ver-schiedener Frauenmilch, sind:

Alkoholextract, worin zugleichButter, Milchsäure und ihreSalze, Kochsalz und etwas

r.

2.

3.

Milchzucker.

Wasserextract: Milchzucker und

9,13

8,S1

17,12

Salze.

1,14

1,29

0,88

Käsestoff, durch Lab coagulirt .

2,41

1,47

2,SS

Wasser.

S7,25

SS,35

78,93.

Die dritte der hier angeführten Proben war von einerErstgebährenden; sie war dicker als gewöhnlich und schieneine ungewöhnliche Menge Butterfett zu enthalten.

Payen hat neuerlich folgende Ergebnisse von Ana-lysen von Frauenmilch mitgetheilt:

Butter.

I.

5,18

o

5,16

3.

5,20

Käsestoff.

0,24

0,18

0,25

Fester Rückstand der abgedampf-ten Molken.

7,86

7,62

7,93

Wasser.

85,80

86,00

85,50.

Es ist leicht einzusehen, dafs hier der gröfste TheilKäsestoff im Rückstand der eingedampften Molken ge-blieben ist, der vielleicht nicht einmal bei-J-100° richtigausgetrocknet wurde.

Nach Meggenhofen beträgt die Asche von einge-trockneter und verbrannter Milch - 1 - bis ~ Proc. von ihremGewicht, und enthält t in Wasser löslicher Salze. Dieseenthielten schwefelsaures und kohlensaures, aber kein phos-phorsaures Alkali, und Chlorkalium oder Chlornatrium, ohnenähere Bestimmung des Alkalis. Der in Wasser unlös-liche Theil der Asche enthielt phosphorsaure Kalkerde, koh-lensaure Kalkerde und Talkerde, nebst Spuren von Eisen-