Salze der Milch.
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theils gefärbt, weil es vorzugsweise den Extractivstoff bin-det; seine Lösung in Wasser wird durch die Kohlensäureder Luft getrübt, reagirt alkalisch und schmeckt zusammen-ziehend. Kocht man es mit Wasser und fdtrirt die Lösungsiedend heifs, so schlägt sich beim Erkalten der gröl'steTheil des Aufgelösten in Form eines hellgelben Pulversnieder. Trocknet man dieses basische Salz, so wird esmehlig und zart im Anfühlen, und, wenn man es an einemPunkt anzündet, so verglimmt es wie Zunder und läfstBlei zurück, grölstentheils reducirt und etwa S3 Proc. vomGewichte des Salzes an Bleioxyd entsprechend. Milch-saures Kupferoxyd ist grün und schiefst nicht an.Milchsaures Zinkoxyd krystallisirt, nach Scheele.Milchsaures Eisenoxyd ist rothbraun, gummiartig undunlöslich in Alkohol. Milchsaures Q uecksilberoxy-dul ist zerfliefslich und löst sich in Alkohol, wird aberdabei leicht zersetzt, indem es einen Niederschlag von koh-lensaurem Quecksilberoxydul gibt und die Flüssigkeit einenAethergeruch annimmt. Milchsaures Quecksilber-oxyd ist roth, gummiartig und zerfliefslich; es setzt nacheinigen Wochen ein halbkrystallinisches, noch ununtersuch-tes Pulver ab. Milchsaures Silberoxyd trocknet zueiner gummiartigen, durchscheinenden, weichen Masse ein,welche einen scharfen Metallgeschmack hat, in Alkohollöslich ist, sich aber dabei etwas zersetzt, beim Eintrock-nen grüngelb, und bei Wiederauflösung in Wasser rothwird; es setzt dann einen braunen, silberhaltigen Nieder-schlag ab.
Diese Beschreibung gilt ausdrücklich nur für die mitAlkoholextract mehr oder weniger verunreinigten milch-sauren Salze. Im reinen Zustande sind sie, wie man an-nehmen kann, noch unbekannt. Diejenigen, welche sichin Zukunft mit diesem Gegenstände beschäftigen, müssenihre Aufmerksamkeit hauptsächlich darauf richten, ob das,was hier Milchsäure genannt worden ist, ein Gemengevon zwei Säuren sei, die einander ähnlich sind, aber dochverschiedenartige Salze geben.
6. Salze der Milch. Yon diesen sind einige in Al-