Milchzucker.
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Von einander unterschieden sind, dafs der eine durch Labcoagulirter und unverbundener Käsestoff, der andere abereine Verbindung von uncoagulirtem Käsestoff mit Essig-säure ist. Dafs er nicht von Lab coagulirt wird, kommtvon der freien Säure der Milch; denn aus frischer Win-termilch erhält man ihn nicht in bemerkenswerther Quan-tität. Versuche von Bergsma haben diefs außerdem nochweiter bestätigt.
Die Anwendung von Käse und Butter als Nahrungs-mittel ist allgemein bekannt.
3. Milchzucker. Nachdem aus der Milch der Käsedurch Lab abgeschieden ist, bleibt eine gelbe Flüssigkeit,welche nicht leicht durch Filtriren klar zu erhalten ist, undwelche man Molken (Serum lactis) nennt. Zur Syrnps-Consistenz abgedampft und eine oder mehrere Wochenlang an einem kühlen Orte stehen gelassen, schiefsen dar-aus körnige Krystalle von Milchzucker an. Man pflegtsie zuweilen zur Trockne zu verdunsten, um daraus eine,an vielen Orten als Nahrungsmittel gebrauchte, gelbe oderbraune, körnige Masse zu erhalten.
Der so krystallisirte Milchzucker ist nicht rein, son-dern mufs zu wiederholten Malen aufgelöst und umkry-stallisirt werden. Er wird in der Schweiz von den Hir-ten, aus den von der Käsebereitung übrig gebliebenen Mol-ken, als Handelswaare im Grofsen bereitet. Im Handelkommt er in Krystallkuchen vor, die aus grofsen, ziem-lich regelmäfsigen Krystallen bestehen; sie bilden weifse,durchscheinende, 4seitige Prismen mit 4seitiger Zuspitzungund blättrigem Bruch. Er knirscht zwischen den Zähnen,und schmeckt schwach süfs und zugleich sandig. Sein spec.Gewicht ist 1,543. Er enthält 12 Procent Wasser, wel-ches sich durch sehr vorsichtiges Schmelzen entfernen läfst.Der geschmolzene Milchzucker ist durchsichtig, farblos understarrt zu einer weifsen, undurchsichtigen Masse. Hierbeiwird er jedoch leicht gelb, und bei stärkerer Hitze ver-wandelt er sich in eine braune, extractartige Masse. Blei-oxyd treibt sein Wasser bei einer sehr gelinden Hitze aus.In Wasser löst sich der Milchzucker sehr langsam auf. Er