Druckschrift 
4,1 (1831) Lehrbuch der Thier-Chemie
Entstehung
Seite
562
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Barytsalz-Masse läfst sich noch ein wenig capronsaurer Ba-ryt erhalten.

Die so dargestellte Säure ist wasserhaltig; sie enthältS,66 Procent Wasser. Sie bildet ein wasserklares, ölartiges,dünnflüssiges Liquidum, riecht wie Schweifs und schwacheEssigsäure, schmeckt beifsend sauer, aber hintennach süd-licher und mehr reinettenartiger als die Buttersäure, undhinterläfst, wie diese, einen weifsen Fleck auf der Zunge.Bei -j-26° hat sie 0,922 spec. Gewicht. Sie bleibt nochbei9° flüssig. Ihr Kochpunkt ist über -}-100°, und inder Luft verdunstet sie. Bei der Destillation zersetzt siesich, wie die Delphinsäure und Buttersäure, durch die Ein-wirkung der Luft. In Wasser ist sie schwer löslich undbedarf dazu, bei -(-7°, 96 Th. Wasser. Aber mit wasser-freiem Alkohol vermischt sie sich in allen Verhältnissen.In Schwefelsäure löst sie sich ohne Zersetzung auf, undwird daraus durch Wasser wieder abgeschieden. BeimErhitzen der Lösung bis über -f-100°, entweicht dampf-förmige Capronsäure nebst Schwefiichtsäuregas, indem sichdas Gemische schwärzt. Von Salpetersäure wird sie ingeringer Menge, aber unzersetzt aufgelöst. Mit Salzbasenbildet sie eigene Salze. Ihre Sättigungscapacität ist 7,5,oder f von ihrem Sauerstoffgehalt. Nach Chevreuls

Analyse besteht sie

aus:

Gefunden.

Atome.

Berechnet.

Kohlenstoff

68,33

12

68,67

Wasserstoff

9,00

19

8,87

Sauerstoff

22,67

3

22,46.

Die capronsauren Salze schmecken und riechennach der Säure. Beim Erhitzen werden sie unter Entwik-kelung eines aromatischen Geruchs zersetzt. Capronsau-res Kali bildet beim freiwilligen Verdunsten eine durch-sichtige, in der Wärme undurchsichtig werdende Gallert.Capronsaures Natron trocknet zu einer weifsen Salz-masse ein. Capronsaures Ammoniak krystallisirt, in-dem die Säure Ammoniakgas absorbirt, wird aber wiederflüssig, wenn es noch mehr Gas absorbirt hat. Capron-saurer Baryt enthält kein Wasser und krystallisirt beim