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Eiweifs. Eigelb.
hat im Gelben freie Säure gefunden, und hält das Eiweifsdesselben für verschieden von dem im Weißen, und füreine Modification von letzterem. Beim Ohrenschmalz ha-hen wir etwas Analoges gesehen. Che vre ul fand einenröthlichen und einen gelblichen Farbstoff darin, welchenletzteren er mit der gelben Materie der Galle verglich.Das Eieröl wird mitunter in der Pharmacie bereitet, in-dem man das Gelbe aus einer gewissen Menge hart ge-kochter Eier herausnimmt und so lange röstet, bis es fettwird, worauf man das Oel ausprefst; allein ohne Zweifel istes, auf diese Weise bereitet, schon durch die Hitze verän-dert worden. Es ist nun rothgelb, dickflüssig, in der Kältegestehend, von einem eignen Gerüche, ohne Geschmack,und wird sehr schnell ranzig. Nach Planche enthält einEigelb ungefähr 3 Grammen Oel. Alkohol zieht darausein gelbes Elain aus und hinterläfst 0,1 eines Stearins, ähn-lich dem aus Fett von anderen Stellen aus dem Zellge-webe des Huhns. Aus Eieröl erhielt außerdem Lecanubei —f- 10° ein Fett in perlmutterglänzenden Krystallen, wel-ches nicht verseifbar war und erst bei -J-145° schmolz.Er hält es für identisch mit dem Gallenfett. Es betrugI Procent vom Gewicht des Oels. Das Eieröl enthält, wiedas Hirnfett, Phosphor in unbekannter Verbindung, undgibt, beim Verbrennen des Eigelben, eine Kohle, derenEinäscherung durch sich bildende Phosphorsäure verhin-dert wird. — Unstreitig verdient das Eieröl eine nähereUntersuchung; es müßte aber durch Aether ausgezogen,und die Aetherlösung über Wasser abdestillirt werden;denn nur erst dadurch würden seine wahren Eigenschaf-ten zu erkennen sein. Sein leichtes Ranzigwerden scheintvorauszusetzen, dafs es eine fette, flüchtige Säure enthalte.
Die chemischen Veränderungen, welche das Hühnereiwährend des Ausbrütens erleidet, sind von Pr o ut mit vie-ler Sorgfalt studirt worden; allein ehe ich die Resultateseiner Versuche darlege, werde ich ganz in der Kürzedie während des Ausbrütens darin vorgehenden, sicht-baren Veränderungen angeben. Wird das befruchtete Eieiner anhaltenden Temperatur von ungefähr -j- 34°, sei sie