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4,1 (1831) Lehrbuch der Thier-Chemie
Entstehung
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Geschlechtsorgane.

ein Eichen (oder mehrere) anschwillt, sich während der Be-gattung selbst von dem Ovarium loslöst, und endlich durchdie Trompete in den Uterus gelangt, wo es mit dem, in-dessen eingeschlossen gewesenen männlichen Samen in Be-rührung kommt, der nun auf dem Eie, so wie es in denUterus gefallen ist, das primum Germen des Fötus bildet.Das Ei befestigt sich hierauf auf einer gewissen Stelle imUterus, wo sich ein eignes Gefäfsgebilde, der sogenannteMutterkuchen (Placenta), allmählig ausbildet, während eineneue Thätigkeit darin erwacht, deren Beschreibung nichtin das Gebiet der Thier-Chemie gehört. Das entstehendeWesen liegt nun, umgeben von einer Flüssigkeit, im Eie,und hängt vermittelst eines feinen Stranges, dem Nabel-strange, mit der Stelle im Uterus zusammen, wo sich dasEi befestigt hat. Hier bilden sie sich nun gemeinschaftlichaus, indem die das Ei umgebenden Häute, der Fötus unddas Wasser, worin er schwimmt, stets in gleichem Ver-hältnifs zunehmen. Nach einer gewissen, für jedes Säu-gethier gegebenen Zeit ist der Fötus zur Geburt ausgebil-det. Die Ordnung, in welcher sich die Körpertheile desletzteren ausbilden, bietet einen ganz besonders merkwür-digen Gegenstand für das Studium dar, gehört aber nichtweiter hierher. Es möge davon nur soviel erwähnt wer-den, dals unter den festen Tbeilen Gehirn und lUicken-mar'k sich zuerst ausbilden, dafs ersteres sehr lange die Ge-stalt eines Fischgehirns hat, und dals sich Blut bildet undcirculirt, ehe noch der Fötus ein Herz hat. Auf welchemWege die neuen Materien hinzukommen, durch welchesich der Fötus ausbildet, ist noch nicht mit Sicherheit aus-gemittelt. Zwar stehen die Gefäfse des Fötus durch denNabelstrang mit dem Uterus in Gemeinschaft, allein nichtmit dessen Gefäfsen, und man weils nicht, ob der Fötusdurch Saugadern, in der Ausbreitung des Nabelstrangs, ausder Placenta seine Nahrung bekomme, oder ob er sie ausder ihn umgebenden Flüssigkeit, oder aus beiden zugleicherhalte.

Wenn der Fötns zur Geburt ausgebildet ist, so ber-sten die Häute, welche die den Fötus umgebende Flüs-