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Geschlechtsorgane.
und unzählige Mal (iin Nebenhoden) hin und her geführt,ehe er endlich aufsteigend in die Bauchhöhle zurückgeht.Alle diese Umstände zeigen, dafs mit dieser Flüssigkeit dieNatur sparsam zu sein bezweckte. Ihre Absonderung be-ginnt nicht eher, als bis der Körper eine gewisse Ausbil-dung erlangt hat, und erst nachdem diese Absonderungeingetreten ist, bekommt der männliche Körper die Eigen-thümlichkeiten, welche ihn von dem weiblichen unterschei-den, wie z. B. beim Menschen den Bart und die tiefereStimme. Werden die Hoden vor dieser Periode wegge-nommen, so treten jene Veränderungen niemals ein. Diein dieser Flüssigkeit entdeckbaren Infusionsthierchen hieltman für eine wesentliche Bedingung zur Zeugung; eineAnnahme, die zuletzt auch Dumas und Prevost zu ver-theidigen suchten. Bei diesen verborgenen Prozessen kannnichts bewiesen werden, allein gewifs mufs ihr beständi-ges Vorkommen in der Samenflüssigkeit nicht eine blofseZufälligkeit sein, sondern mufs wohl einen bestimmtenEndzweck haben.
B. Weibliche Geschlechtsorgane der Säuge-thiere.
Auch diese sind noch nicht chemisch untersucht. Siebestehen aus der Vagina, dem Uterus (Gebährmutter), denOvarien (Eierstöcken), mit den Trompeten und Franzen,und den Brüsten oder dem milchabsondernden Organe.Mehrere davon erfordern eine nähere chemische Untersu-chung. Der Uterus, dessen fast convulsivische Contractio-nen bei der Geburt schon längst Veranlassung waren, darinMuskelfasern aufzusuchen, ohne dafs man sie aber gefundenhat, die Masse der Ovarien oder Eierstöcke, die Materieder Eierchen, so analog mit der noch unbefruchteten Sa-menmaterie der Pflanzen, alle diese würden dabei ohneZweifel folgenreiche Resultate geben.
Wiewohl Befruchtung und die Entwickelung des Fö-tus ein fortgehender chemischer Prozefs sind, so weifs dochdie Chemie darüber gar nichts. Die Physiologen habenermittelt, dafs in F’olge der Reizung des BegattungstriebesIV. 34