Wallfischthran. Wallrath. 505
saure, ölartige und thranig riechende Materie braunge-färbt sind.
Das bei der Abkühlung des Thranes sich absetzendeund mit verdünntem Alkohol von noch anhängendem Elainbefreite Stearin, erstarrt nach dem Schmelzen zwischen-[-21° und 27°. Zu seiner Auflösung bedarf es 1,8 Th.kochenden wasserfreien Alkohols. Aus dieser Auflösungschiefst es in Krystallen an, mit Zurücklassung einer brau-nen, dicken Mutterlauge. 100 Th. geben bei der Versei-fung 85 Th. Margarinsäure und Oelsäure, 4 Th. einer brau-nen Materie, die bei -J-100° nicht schmelzbar, in kochen-dem Alkohol völlig auflöslich und ohne Rückstand ver-brennbar ist, 7 Th. Oelzucker von etwas scharfem undbitterem Geschmack, und Spuren von Delphinsäure.
Wallrath, Sperma Ceti. Dieses Fett setzt sich nachdem Tode des Thieres beim Erkalten aus dem Thran ab,welcher aus Höhlungen in den Schädelknochen der obenaufgezählten WallKscharten gewonnen wird. Der Thranwird abgeseiht, das zurückgebliebene krystallinische Fettausgeprefst, mit einer schwachen Lauge von kaustischemKali behandelt, um anhängenden Thran aufzulösen, mitWasser abgespült und in kochendem Wasser geschmolzen.Im Handel kommt der Wallrath in weifsen, halb durchsich-tigen, spröden Kuchen mit blättrig krystallinischem Bruchvor. Er fühlt sich talkartig an. Bei -j-15° ist sein spec. Ge-wicht, nach Chevreul, 0,943. Bei -J-44 0 ,68 schmilzt er.100 Th. kochender Alkohol von 0,821 lösen 3,5 Th. Wall-rath auf, und davon setzen sich beim Erkalten ungefähr 0,9ab. Von Aetber wird er in der Wärme in solcher Mengeaufgelöst, dafs die Lösung beim Erkalten gestehet. Auchin fetten und flüchtigen Oelen ist er löslich, und aus die-sen, in der Wärme gesättigten Lösungen schiefst beim Er-kalten ein grofser Theil des Aufgelösten wieder an.
Aus dem im Handel vorkommenden Wallrath läfstsich vermittelst Alkohols eine geringe Menge eines farb-losen oder zuweilen gelblichen Oels abscheiden, welchesschwierig und unvollständig verseifbar ist, aber dabei die-