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Fett.
mit etwas Salpetersäure zu behandeln versucht, wodurchein Theil seines Elains in fette Säuren umgewandelt, under härter und weniger fettig wird.
Noch verdient ein eigenes Fett, welches man von denOchsenfülsen erhält, grofse Beachtung. Man nimmt Haareund Klauen weg, zerkleinert den untersten Theil der Schen-kelknochen, und kocht sie darauf nebst ihrer Umgebungmit Wasser; hierbei schwimmt ein Fett auf, bekannt unterdem Namen Axungia pedmn Tauri, Klauenfett, wel-ches unter dem Gefrierpunkt flüssig bleibt und sich lange,ohne zu verderben, aufbewahren läfst. Nach Abscheidungdes darin aufgelösten Stearins, wendet man es zum Schmie-ren der Thurmuhren an, da hierzu, wegen der starkenKälte, der sie ausgesetzt sind, ein nicht erstarrendes Fetterforderlich ist.
Bocktalg ist dem vorigen ähnlich, zeichnet sich aberdurch einen eigenen unangenehmen Bockgeruch aus. Der-selbe rührt von einem eigenen, darin enthaltenen Fett her,von Chevreul Hircin genannt ('von Hircus, Bock), wel-ches, bei Trennung des Bocktalges in Stearin und Elain, demletzteren folgt, und dieses dadurch .um so stärker riechendmacht. Es ist noch nicht gelungen, das Hircin vom Elain zutrennen, sondern es ist seine Existenz nur aus der Analo-gie mit anderem riechenden Fett geschlossen. Bei der Ver-seifung des Elains entwickelt sich eine fette flüssige Säure,welche den eigenthümlichen Bockgeruch besitzt und sichisoliren läfst. Um sie zu erhalten, verwandelt man 4 Th,Bocktalg mit 1 Th. Kalihydrat, in 4 Th. Wasser aufge-löst, in Seife, verdünnt nachher mit mehr Wasser, zersetztdie Seife mit Phosphorsäure oder Weinsäure, scheidet diefetten Säuren ab und wäscht sie, und destillirt die übrigesaure Flüssigkeit nebst dem Waschwasser. Wenn bei einerkleinen Abdunstungsprobe auf einem Platinblech das De-stillat einen Rückstand läfst, so mufs er noch einmal de-stillirt werden; denn alsdann ist von der Flüssigkeit, inFolge des Schäumens bei der ersten Destillation, etwasmechanisch übergerissen worden. Das reine Destillat wirdmit Bnrythydrat gesättigt, zur Trockne verdunstet, und das
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