473
Die Muskeln.
man die mit Quecksilberchlorid gefällte gelbe Flüssigkeitmit einer Lösung von Zinnchlorür, so entsteht ein farb-loser Niederschlag, aus welchem Schwefelwasserstoff eineextractartige, farblose, oder höchst schwach gelbliche Mate-rie abscheidet, welche beim Verbrennen animalisch riecht,geschmacklos ist, und deren Auflösung weder von essig-saurem Bleioxyd noch Galläpfelinfusion gefällt wird. DieMenge davon ist sehr geringe.
Bei näherer Betrachtung der in wasserfreiem Alko-hol ungelöst bleibenden extractartigen Materien, scheintder Schlufs gerechtfertigt werden zu können, dafs die bei-den erst erwähnten ihre entsprechenden in denen haben,welche von wasserfreiem Alkohol aufgelöst wurden, unddafs folglich die darin unlöslichen, wiewohl sie ursprüng-lich dieselben waren, durch Veränderung bei der chemi-schen Behandlung, besonders durch gemeinschaftlichen Ein-fluß des Abdampfens und der Luft, in ihrer Natur etwasverändert sein können; wofür auch der Umstand spricht,dafs Alkohol von 0,833 später nicht mehr auflöst, als wasvorher darin aufgelöst war. — Allein wenn man auch diefsvoraussetzt, und man also von den Bestandtheilen des inwasserfreiem Alkohol unlöslichen Alkoholextracts annimmt,dafs sie sich in einem durch die Behandlung veränder-ten Zustand befinden, so ist es doch einleuchtend, dafs dasAlkoholextract, aufser freier Säure und Salzen, wenig-stens zwei bestimmt verschiedene extractartige Materienenthält, von denen die eine durch die Eigenschaft, vonQuecksilberchlorid und von Gerbstoff gefällt zu werden,ausgezeichnet ist, die andere durch den Mangel dieser Ei-genschaft. — Durch künftige Untersuchungen wird manjedoch gewifs noch mehrere verschiedene Materien darausabscheiden können.
b) Nur in Wasser lösliche extractartige Ma-terien (Wasserextract des Fleisches). Was Alko-hol von 0,833 ungelöst läfst, ist eine braune extractartige,undurchsichtige Masse, von angenehmem Fleisch- oderFleischbrühgeschmack, der schon anzeigt, dafs sie als Nah-rungsstoff nicht gleichgültig sein könne. Diese Masse rea-