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Die Muskeln.
Haut, indem sie das Knochenskelett umgeben und bedek-ken. Sie sind völlig getrennte, unabhängig wirkende Theile,von denen jeder für sich ein Muskel genannt wird undmit einem besonderen Namen belegt ist. Man unterschei-det zwei Arten derselben, nämlich Muskeln des Skeletts,und Muskeln der Eingeweide. Die ersteren sind, mitwenigen Ausnahmen, bei den warmblütigen Thieren roth,und befestigen sich, entweder unmittelbar oder durch Ver-mittelung einer Sehne, auf Knochen. Die Muskeln derEingeweide sind ringförmig, wie z. B. das Herz und dieMuskelhäute des Darmkanals und der Harnblase; sie sindnicht immer roth.
Ein jeder einzelne Muskel besteht aus einem Aggre-gat von Fasern, welche bei den Muskeln des Skeletts pa-rallel verlaufen, bei denen der Eingeweide dagegen nichtselten in anderen gegenseitigen Pachtungen. Seit den älte-sten Zeiten schon haben diese Fasern die Aufmerksamkeitder Anatomen auf sich gezogen, und sie scheinen, nachden neusten, darüber angestellten Beobachtungen (s. überorgan. Molecule, pag. 5.), aus perlenschnurartig an einan-der gereihten, sphärischen Moleculen von Faserstoff ge-bildet zu sein. Diese Fasern sind dann eine an die an-dere gelegt, jede aber umgeben von einer äufserst dün-nen, aus Zellgewebe gebildeten Scheide. Eine gewisseAnzahl solcher zusammengelegter Fasern bekommt daraufwiederum eine gemeinschaftliche Scheide von Zellgewebe.Indem nun diese mit anderen ähnlichen zusammengelegt,und dieser Bündel wiederum von Zellgewebe umgebenist, wird also der ganze Muskel aus, von Zellgewebe um-gebenen und zusammengehaltenen Bündeln von Muskelfa-sern gebildet, in die er sich auch zertheilen lälst, bis sichdie letzten mit dem Auge nicht mehr verfolgen lassen.
In diesem, eigentlich aus Faserstoff und Zellgewebebestehenden Gebilde verzweigen sich zahlreiche Nervenund Gefäfse, welche theils gefärbte, theils ungefärbte Flüs-sigkeiten führen. Keine anderen Organe nehmen einen sogrofsen Theil des Nervensystems auf, wie die Muskeln.Die Gefäise und Nerven lassen sich bis zu einem gewis-