Die Knochen.
451
Der Zahnknochen. In gesundem Zustand hat derZahnknochen vom Menschen an dünnen Kanten eine Arthornartiger Durchsichtigkeit und grofsen Zusammenhang.Nach völliger Austrocknung wird er härter und spröder,und bekommt fast glasigen Längenbruch; allein der Quer-bruch ist unebner, und ihn hervorzubringen, erfordert mehrKraft. Er enthält Knochenknorpel, allein weniger als dieübrigen Knochen, und die dai'in eingeschlossene Knochen-erde weicht in ihrer Zusammensetzung beim Menschen vonder der übrigen Knochen ab.
Beim Ochsen besteht der Zahnknochen aus dünnenSchichten, nicht viel dicker als der Schmelz, welchen der-selbe auf beiden Seiten umgibt und dabei zwischen jederLage röhrenartige Höhlungen in dem Zahn läfst, auf derenInnenseite er kleine, runde, warzenartige Erhöhungen bil-det. Er enthält mehr Knorpel als der vom Menschen, und,wie dieser, die Bestandtheile der Knochenerde in einemandern gegenseitigen Verhältnifs als in den Knochen. Fürden Zahnknochen habe ich folgende Zusammensetzung ge-funden :
Knorpel und Gefäfse.
Vom
Menschen.
. 28,0
Vom
Ochsen.
31,00
Phosphorsaure Kalkerde mit Fluorcal-cium .
. 64,3
63,15
Kohlensaurer Kalk
. 5,3
1,38
Phosphorsaure Talkerde ....
. 1,0
2,07
Natron mit etwas Kochsalz . . .
• 1,4
2,40
100,0
100,0.
Lassaigne hat die Zähne von mehreren Thierartenanalysirt; den Gehalt an animalischer Materie bestimmte erdurch Glühen. Sein tabellarisches Resultat ist folgendes:
29 *