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4,1 (1831) Lehrbuch der Thier-Chemie
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Die Knochen.

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zwischen den Knochen verschiedener Thiergeschlechter fehltnoch. Uin eine solche Vergleichung zu machen, ist er-forderlich, dafs die dazu anzuwendenden Knochen frisch,von Mark und Fett befreit, und vor der Abwägung zurUntersuchung so lange im Wasserbade getrocknet seien, alssie noch an Gewicht verlieren, weil, ohne diese Vorsichts-maal'sregeln, die natürliche Feuchtigkeit der Knochen odereingesogenes Markfett leicht für Knorpelgehalt genommenwerden kann; ein Umstand, der gewifs schon öfters ver-anlafste, das Gewicht des organischen Bestandtheils derKnochen zu hoch anzugeben. Ferner hat man sich zu er-innern, dafs, bei Bestimmung des letzteren aus dem Ver-brennungs-Verlust, beim Brennen der Knochen die Kohleden kohlensauren Kalk bei einer Temperatur in kausti-schen verwandelt, welche ohne Mitwirkung der Kohle dieKohlensäure nicht ausgetrieben haben würde. Wenn da-her nicht der Gehalt an Kohlensäure in den gebranntenKnochen bestimmt und die Quantität der weggegangenenberechnet und zugelegt wird, so fällt auch dadurch derKnorpelgehalt zu grofs aus.

Die bis jetzt gefundenen Verschiedenheiten in der Zu-sammensetzung der Knochen von verschiedenen Thierklas-sen sind folgende:

Barros fand den Knochenknorpel in den Hühnerkno-chen nicht vollkommen in Wasser löslich, sondern er hin-terliefs einen andern unlöslichen Tlieil, den er mit demFaserstoff des Blutes vergleicht; und bei den Amphibienund Fischen fand er, dafs sich der organische Bestandteilihrer Knochen weniger auf Knorpel, als vielmehr auf daseigene Gewebe zurückführen lasse, welches, ohne Kno-chenerde zu enthalten, die Knochen der Knorpelfischebildet *). '

Die Fische werden bekanntlich in solche mit Knochenaus Knochenerde (Fisccs ossri), und in solche ohne Kno-chenerde in den Knochen (Knorpelfische, F. ckondroi -

*) Ich bedaure, die Arbeit ßarro's nur im Auszug kennen ge-lernt zu haben.