Das Ohr.
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C. Das Ohr.
Vom Organ des Gehörs wissen wir ebenfalls nichtviel. Auf welche Weise die mannigfachen harten undweichen Theile, woraus das innere Ohr besteht, zum Ver-nehmen des Schalles beitragen, läfst sich gegenwärtig nochnicht erklären. — Wir müssen uns hier ebenfalls auf einsehr untergeordnetes Product beschränken, auf das Ohren-schmalz, das einzige, welches einen speciellen Gegenstandeiner chemischen Untersuchung darbietet.
Das Ohrenschmalz (Cerumen) wird auf der inne-ren Oberfläche des äufseren Gehörganges von einer Mengekleiner Drüsen abgesondert. Im ersten Augenblick derAbsonderung bildet es eine gelbe Milch, die sich allmäh-lig zu einer bräunlich-gelben, klebrigen Masse verdickt.Es ist zuerst von Vauquelin untersucht worden, der esaus 0,G25 eines braunen, butterartigen, in Alkohol lösli-chen Oels, und 0,375 einer Materie zusammengesetzt fand,die verschiedene Eigenschaften vom Eiweifs zeigte, undzugleich eine bittere, extractartige Materie enthielt. Inletzterer mufs jedoch ein nicht unbedeutender Wasserge-halt mit einbegriffen sein.
Bei einigen von mir mit dem Ohrenschmalz angestell-tenVersuchen fand ich folgendes: Wird dasselbe mitAetherbehandelt, so quillt es darin etwas auf, indem der Aetherein Fett auszieht, wodurch er sich kaum färbt. Destillirtman den Aether über Wasser ab, so bleibt das Fett dar-auf zurück, ohne dafs das Wasser etwas daraus aufgenom-men hat. Dieses Fett hat die Consistenz von Gänsefett,röthet nicht Lackmuspapier, schmilzt leicht und wird da-bei durchsichtig und etwas gelblich, beim Erkalten aberwieder weifs und undurchsichtig. Es enthält Stearin undElain, trennbar durch Alkohol. Es ist leicht verseifbar,und die Seife nimmt dadei einen starken, unangenehmenGeruch, wie von Schweifs aus lange gebrauchten Klei-dern, an, und hat auch einen mit diesem Geruch sehrähnlichen Geschmack. Was diese, bei der Verseifung sichbildende Materie sei, konnte ich aus Mangel an hinläng-lichem Material nicht ausmitLeln. Zersetzt inan diese Seile