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4,1 (1831) Lehrbuch der Thier-Chemie
Entstehung
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Das Auge.

hellgelb. Er läfst sich nun in feine, im Ansehen der ro-hen Seide ähnliche, Fasern trennen, welche in der MitteZusammenstößen und sich zu drei, von dem Mittelpunktin gleich großen Winkeln ausgehenden Linien vereinigen.Diese Fasern bestehen nun aus derselben Materie, in welcheEiweiß und Faserstoff von Salpetersäure verwandelt wer-den, und ihre Structur ist so regelmäßig, daß man sichnicht über die, hierdurch schon einigemale veranlafste Ver-muthung wundern kann, daß der Krystallkörper die Na-tur eines Muskels habe. Allein sie entstehen nicht, wennder Krystallkörper von andern Säuren coagulirt wird, ebenso wenig wie durch Eintränkung desselben in Alkohol oderkochendes Wasser. Im letzteren Falle löst er sichzuwei-len in schaalenförmige Schichten ab.

Zuweilen wird dieser Krystallkörper undurchsichtig;hierdurch entsteht eine Art von Blindheit, die man grauenStaar nennt, und welche geheilt werden kann, wenn derKrystallkörper herausgenommen oder nach hinten in dasAuge hinabgedrückt wird, so daß die Oeffnung im Ciliar-kreis offen bleibt. Das Licht kann nun wieder in dasAuge dringen und das Selten wird wieder hergestellt, wie-wohl nicht mit der Schärfe, als wenn der Krystallkörperzur Brechung des Lichtes mit beiträgt. Ein solcher un-durchsichtig gewordener Krystallkörper enthält dann dieeiweißartige Materie in coagulirtem Zustand, und ist nunnicht mehr in Wasser löslich. Man hat unglückliche Bei-spiele gehabt, daß sie auf einmal coagulirt und undurch-sichtig geworden ist, indem Pulver nahe vor dem Augeabbrannte, oder daß kochendes Wasser oder heiße Was-serdämpfe das Gesicht trafen, ohne daß es deshalb denk-bar ist, daß der Krystallkörper so erhitzt worden sei, dafser hierbei durch die Wärme coagulirt sei.

Wir verlassen nun das größere Kugelsegment und kom-men zu dem kleineren, dessen vordere Seite von der Horn-haut gebildet, und welches hinten vom Ciliarkreis und demKrystallkörper begränzt ist. Der zwischen diesen vorhan-dene Raum ist mit einer Flüssigkeit gefüllt, der sogenann-