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Das Auge.
mehrere Muskeln befestigt, wodurch die vordere Seite desAuges nach allen Richtungen gewandt werden kann. Durchseine hintere Seite dringt, fast durch den Mittelpunkt, derSehnerv in dasselbe ein.
Sclerotica. Die gröfsere Kugel oder der eigentlicheAugapfel ist von einer eigenen Haut umgeben, welche mandie Sclerotica nennt. Sie ist dick, dicht, trocken und un-durchsichtig, auf der äufseren Seite mit Fett und Zellge-webe umgeben, auf der inneren dagegen glatt, perlgrauund fast silberglänzend. Die Materie, woraus sie besteht,ist ein leimgebendes Gewebe, ähnlich dem der Haut. MitWasser gekocht, schrumpft es zuerst ein und wird auf derinneren Seite schwarz, erweicht aber nach und nach undwird zu Leim, wozu jedoch mehrstündiges Kochen erfor-derlich ist. Wird sie fein zerschnitten und mit kaltemWasser ausgezogen, so färbt sich dasselbe gelblich und lostextractartige Materien auf, ähnlich denen aus dem Fleisch,der Haut u. s. w. Kocht man dann die zerschnitteneMasse, so erhält man einen ganz farblosen Leim; alleindie Auflösung ist von zerriebenen kleinen Gefäfsen unklar,und auf dem Boden der Flüssigkeit findet man kleine,glänzende Schuppen, die zerriebene Theilchen von derglatten Innenseite der Haut sind. Von Salzsäure schrumpftsie zusammen und löst sich darin im Kochen sehr schnellauf, ohne dafs aber die Auflösung klar wird. Es ent-wickelt sich dabei kein Stickgas. Auch von Essigsäureschrumpft sie zusammen, wird dunkler und zuletzt halbdurchscheinend; mit Wasser vermischt und gekocht, löstsich die Masse sogleich zu Leim auf. Von Alkali undCyaneisenkalium wird diese Auflösung nicht getrübt. Dar-aus geht also hervor, dafs das Gewebe der Sclerotica kei-nen Faserstoff enthält.
Cornea. Das kleinere Kugelsegment des Auges istvon einer eigenen Haut, der Cornea oder Hornhaut, ge-bildet, welche in der Abschnittsfläche des Segments in dieSclerotica befestigt ist. In ihren äufseren Eigenschaftenist sie von letzterer ganz verschieden, wiewohl sie eben-falls hauptsächlich aus einem leimgebenden Gewebe besleln.