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4,1 (1831) Lehrbuch der Thier-Chemie
Entstehung
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Harnsteine.

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von zerstörten thierischen Materien verunreinigt, sublimirt,und gewöhnlich etwas Kochsalz mit Kohle auf dem Bodender Röhre zurückbleibt. Aufserdem ist harnsaures Am-moniak auch daran zu erkennen, dafs es mit KalilösungAmmoniak entwickelt. Allein diese Probe kann dadurchirre führen, dafs dasselbe auch mit phosphorsaurem Am-moniaktalk geschieht; durch Zusatz von ein wenig Wasserwird jedoch bald der Zweifel gehoben. Von harnsauremAmmoniak wird Alles aufgelöst, während das Talkerde-salz die Talkerde ungelöst läfst. Zu Salpetersäure und inder Hitze verhalten sich diese Steine wie die von Harn-säure.

4) Phosphor saurer Kalk kommt sehr selten alleinvor, und in neutralem Zustand. Wollaston ist bisjetzt der einzige, welcher Harnsteine daraus gefunden hat.Nach seiner Beschreibung ist ihre Oberlläcfie hellbraun undpolirt; nach dem Durchsägen zeigen sie regelmäfsig übereinander gelagerte Lamellen, die sich leicht von einandertrennen, so dafs sich der Stein in concentrische Schaalentheilen läfst. Der Querbruch jeder Lamelle ist streifig undscheint aus parallelen Fasern zu bestehen, die von derconvexen nach der concaven Seite gehen und eine Kry-stallisation anzeigen. Das Erdsalz ist darin mit einer thie-rischen Materie verbunden, vermuthlich derselben, welchesich mit phosphorsaurem Kalk auch aufser dem Körperaus dem Harne niederschlägt; beim Erhitzen verkohlt essich mit dem Geruch nach gebranntem Horn, brennt sichdann weifs und schmilzt zuletzt. Dieser letztere Umstandunterscheidet den neutralen phosphorsauren Kalk von dembasischen oder der gewöhnlichen Knochenerde; allein hier-bei hat man sich genau zu überzeugen, dafs diese Schmelz-barkeit nicht von eingemengter phosphorsaurer Talkerdeherrühre. Sein Pulver löst sich in Salpetersäure oder Chlor-wasserstoffsäure viel leichter auf, als der Stein aus Kno-chenerde.

5) Phosphorsauren Ammoniaktalk findet manniemals vollkommen allein in Harnsteinen, er macht abernicht selten einen Idauptbestandtheil derselben aus. Solche