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Harn.
ben Versuch, ohne die Kohlensäure im Harn wiederzufin-den. Diese Versuche beweisen, dafs wenn man die Koh-lensäure auch zuweilen als aufgelöstes Kohlensäuregas imHarn findet, sie doch keinesweges einen beständigen, son-dern nur einen zufälligen Bestandtheil desselben ausmacht.
Unter den unorganischen Säuren des Harns ist aucheine sehr geringe Menge Kieselsäure zu erwähnen. Manscheidet sie ab, indem man Harn zur Trockne verdunstetund den Rückstand in Wasser löst, wobei eine pulverför-mige Masse ungelöst bleibt, aus der man mit Salzsäuredie Knochenerde auszieht; der aus Harnschleim, Harnsäureund Kieselerde bestehende Rückstand wird an der Luftverbrannt, worauf die Kieselerde allein zurückbleibt. —Alles Wasser, was wir trinken und womit unsere Speisenzubereitet werden, enthält aufgelöste Kieselsäure, die sichnur durch Abdampfen daraus ausscheidet. Diese im Was-ser enthaltene Portion derselben geht mit diesem durchdie Flüssigkeiten des Körpers, und wird mit dem Wasserdurch die Nieren ausgescliieden.
Die im Harn enthaltenen Basen sind: Kali, Natron,Ammoniak, Kalkerde und Talkerde, welche sich, nachihren und der Säuren relativen Mengen und Verwandt-schaften, unter die Säuren theilen, so dafs jede Säure einegewisse Menge von jeder Basis, und umgekehrt, jede Ba-sis eine gewisse Menge von jeder Säure aufgenommen hat,und erst durch die Abdampfung und die analytischen Ope-rationen werden gewisse Salze vorzugsweise abgeschieden.
Zu den Salzen des Harns gehören ferner: Chlorka-lium, Chlornatrium, Chlorammonium und eine geringeMenge Fluorcalcium; letzteres gewöhnlich in so unbedeu-tender Menge, dafs es nur durch Fällung grofser Quanti-täten von Harn dargestellt werden kann, indem man denNiederschlag nach dem Auswaschen und Glühen auf diegewöhnliche, zur Entdeckung der Fluorwasserstoffsäure ge-bräuchliche Weise behandelt. Die Gegenwart dieser Ver-bindung im Harn läfst sich indessen schon a priori vor-aussehen, da sie in den Knochen und Zähnen enthaltenist; sie mufs also mit der übrigen Knochenerde in den