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Harn.
Tliiere für Geld sehen lassen. Auch kann man sich dieHarnsäure aus dem, in Europa zwar seltenen, Guano be-reiten. Eben so aus den Excrementen der Vögel im All-gemeinen, besonders der von thierischer Nahrung leben-den, wie z. B. aus den der Dohlen (Corvus monedula),die man oft ohne grofse Mühe auf den Thürmen, wo sichdiese Vögel aufhalten, haben kann.
In allen diesen Substanzen ist die Harnsäure mehroder weniger mit fremden thierischen Materien verunrei-nigt. Sie müssen daher zuerst mit Alkohol ausgekocht,und darauf so lange mit kaltem Wasser behandelt wer-den, als dieses noch gefärbt abläuft. Die Harnsäure vonSchlangen kann man auch hierauf mit verdünnter Salz-säure maceriren, -welche eine nicht unbeträchtliche Mengephosphorsaurer Kalkerde auszieht, und darauf mit Was-ser auswaschen. Hierauf löst man die so weit gereinigteHarnsäure in einer verdünnten, warmen Lauge von kau-stischem Kali auf, fdtrirt die Auflösung von dem Unge-lösten ab, versetzt sie mit mehr kaustischem oder kohlen-saurem Kali, und dampft sie bis zu einem gewissen Gradeab, wodurch das harnsaure Kali in der concentrirten al-kalischen Flüssigkeit unlöslich wird, und diese die thieri-schen Materien aufgelöst behält. Beim Erkalten wird nundas Ganze ein dicker Brei. Nach Braconnot, von demdiese Beinigungsmethode ist, soll man nun die erkalteteMasse auf ein reines Leinentuch bringen, die alkalischeFlüssigkeit abtropfen lassen, die Masse gelinde auspressenund dann mit eiskaltem Wasser, oder einer Lösung vonkohlensaurem Kali, auswaschen. So hat man nun ein ziem-lich reines, harnsaures Kali erhalten.
Dasselbe erreicht man auch, wenn die mit Alkoholund Wasser behandelte Masse, aus der die Harnsäure aus-gezogen werden soll, mit kochendheißem Wasser vermischtwird, dem man, unter beständigem Umrühren, nach undnach nur so viel kaustische Kalilauge zusetzt, als eben zurAuflösung der Harnsäure nölbig ist, worauf man die ko-chendheifse Flüssigkeit filtrirt und erkalten läßt. Es schlägtsich dann ein ganz reines harnsaures Kali nieder, welches