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Harn.
Die im Harn aufgefundenen Materien sind:
a) Die gewöhnlichen Bestandteile des Harns(im Gegensatz zu den zufälligen, wovon nachher dieRede sein wird).
1) Schleim. Der die Schleimhaut der Harnblase be-deckende Schleim löst .sich ab und wird mit dem Harnwefirge'fiihrt: ein Theil davon löst sich wahrscheinlich auchdarin auf, und ist die Ursache seiner Eigenschaft immereinen dicken Schaum zu bilden, wenn er in frischem Zu-stand umgeschüttelt wird. Der mit dem Harn abgehendeSchleim ist selten sichtbar, weil er fast dieselbe Strahlen-brechung wie jener besitzt. Wenn man seinen Harn, nach-dem man mehrere Stunden lang ruhig gesessen hat, in 2oder 3 Gläser läfst, so dafs er in 3 gleiche Portionen ge-theilt wird, so enthält die erste die gröfste Menge Schleim,die zweite wenig, und die dritte gar keinen, und zwardarum, weil sich der Schleim in der Ruhe auf dem Grundeder Blase ansammelt und der'Harn zuerst von da ablliefst.Wird die schleimhaltige Portion noch warm abfiltrirt, sobleibt der Schleim in einzelnen, durchsichtigen, farblosenKlumpen auf dein Eiltrum zurück; er schrumpft dann aufdem Papiere ein, und bildet zuletzt, gleich einem Firnifs,einen glänzenden Ueberzug darauf. Durch Benetzen mitWasser erlangt er sein erstes Ansehen nicht wieder. InSchwefelsäure löst er sich nicht, allein Essigsäure undChlorwasserstofFsäure nehmen viel davon auf, und dieseAuflösung wird von Cyaneisenkalium gefällt. Von kau-stischem Kali wird er ganz aufgelöst. Entsteht ein Nie-derschlag im Harn, ehe er ausgeleert worden ist, so ver-mischt sich ersterer mit diesem Schleim so, dafs er nachherseine Durchsichtigkeit verloren hat, und gewöhnlich milch-weifs geworden ist. Durch Auflösung in kaustischem Kalikann er von den so eingemengten schwerlöslichen Erd-salzen befreit werden. Seiht man den Schleim nicht eherab, als bis der Harn erkaltet ist, so bemerkt man in ihmbeim Trocknen eine Menge kleiner Krystallkörner, dieharnsaures Ammoniak sind, welche sich auch bilden, wennder Harn sonst auch beim Erkalten klar bleibt. Man be-