Harn.
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darauf gelbe octaedrlsche, die Kochsalz sind, und znletztschielst das sogenannte Sal microcosviicvs oder Sal fu-sibilis urinae an, ein Doppelsalz aus phosphorsaurem Am-moniak und phosphorsaurem Natron; die Mutterlauge istdann ein stinkender brauner Syrup.
Der Harn gerinnt nicht beim Kochen, und gibt beider Destillation eine höchst stinkende, farblose Auflösungvon kohlensaurem Ammoniak, welches sich beim Kochenbildet. Wird er zur Trockne abdestillirt und die Massedann weiter stark erhitzt, so gehen, außer kohlensauremund essigsaurem Ammoniak, Chlorammonium und brenz-liches Oel über, und bei starkem Feuer kommt zuletzt einwenig Phosphor.
Säuren schlagen aus dem Harn anfangs nichts nieder;Oxalsäure ausgenommen, welche oxalsauren Kalk fällt. Sieentwickeln aber, in einiger Menge zugemischt, einen eige-nen scharfen, dem von warmem Pferdeharn sehr ähnlichenGeruch, und machen seine Farbe nach einer Weile dunk-ler. Die Alkalien trüben den Menschenharn und schlagenKnochenerde daraus nieder. Eben so werden Chlorba-ryuin und salpetersaures Silberoxyd vom Harn durch diedarin enthaltenen schwefelsauren Salze und Chloriire ge-fällt. Bleisalze schlagen daraus schwefelsaures und phos-phorsaures Bleioxyd nieder. Ein mit Alkali neutralisirterHarn füllt die Zink-, Zinn- und Quecksilber-Salze. DerNiederschlag mit salpetersaurem Quecksilber nimmt oftdieselbe rothe Farbe an, welche dieses Salz der Oberhautertheilt; er enthält nämlich, wie es mit allen diesen Nie-derschlägen der Fall ist, zugleich noch einen thierischenStoff. Von Gerbstoff wird der Harn ziemlich stark gefällt,sobald er, wie es zuweilen der Fall ist, Eiweifs enthält;aber zu den ungewöhnlichen Bestandteilen des Idarns ge-hörend, fehlt es in der Regel, und dann wird der Plarnnur schwach von Gerbstoff getrübt, und setzt erst nachmehreren Stunden einen Niederschlag ab. Frisches Blut,zu warmem Harn gemischt, wird zuerst coagulirt, unddann löst sich der Farbstoff aus dem Coagulum in darfreien Säure des Harns auf, wodurch sich dieser roth färbt.
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