Haare.
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sen vermag. Aus diesen Versuchen scheint hervorzugehen,dafs das Horn beim Kochen mit concentrirtem kaustischenKali so zersetzt werde, dafs sich eine Menge von Ammo-niak und Kohlensäure, und zugleich eine kleine MengeSchwefelwasserstoff nebst einer eigenen stinkenden Materiebilden, während der unzerstörte Theil der Hornsubstanzgröfstentheils in Salzsäure oder in Wasser, mit einem Mini-mum von alkalischer Basis, löslich geworden ist, und einegeringere Menge davon ihren unlöslichen Zustand, in Ver-bindung mit überschüssiger Salzsäure, beibehalten hat.
Die Zusammensetzung des Horns ist noch nicht unter-sucht. Aus dem Obigen ist es einleuchtend, dafs es, aufserKohlenstoff, Wasserstoff, Stickstoff und Sauerstoff, eine,wenn auch nur sehr geringe Menge Schwefel enthaltenmüsse, der sich durch die Einwirkung des Alkali’s abzu-scheiden scheint. Ich versuchte, das Horn mit Königswas-ser zu zersetzen; diefs geschah sehr leicht und mit grofserHeftigkeit. Es blieb eine geringe Menge säuerlicher, blafs-gelber, spröder Masse zurück, auf welche die Flüssigkeitnicht weiter einwirkte. In der filirirten Flüssigkeit gabChlorbaryum eine kaum sichtbare Spur von schwefelsau-rem Baryt. Die Schwefelsäure war also in der ungelöstabgesetzten, nicht weiter untersuchten Masse geblieben.
Haare. Die Haut der warmblütigen Säugethiere istmit Haaren bedeckt. Sie scheinen aus derselben chemi-schen Materie, wie Horn, zu bestellen und sich nur durchdie Form davon zu unterscheiden. Sie nehmen ihren Ur-sprung auf der innern Seite der Haut, und dringen durchHaut und Oberhaut durch einen in diesen befindlichen fei-nen Kanal. Am inneren Ende dieses Kanals ist das Haarauf eine solche Weise befestigt, dafs es sich darin losschä-len und rückwärts herausziehen läfst. Die Constructionder Haare hat mit der der Federkiele der Vögel einigeAehnlichkeit, nur ist bei den Haaren Alles, was bei je-nen sichtbar ist, so klein, dafs es nicht mehr mit blofsemAuge zu erkennen ist. Jedes Haar besteht aus einer Ilöbre,auswendig mit kleinen, schuppigen Fortsätzen umgeben,welche der dem freien Ende des Haares zugewendeten