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Horn.
sein scheinen. Von der Art sind hornartige Schwielen,die durch langen Druck auf die Haut entstehen, und dieso allgemein auf den Fufszehen als sogenannte Hühnerau-gen Vorkommen; ferner gehören hierher die Nägel, dieKrallen der Raubthiere, die Klauen und Hufe der gras-fressenden Thiere, die Hörner beim Nashorn und demRindvieh (nicht bei dem Hirschgeschlecht), das Schildpatt,welches eigentlich die Oberhaut der Schildkröte ist, dieHaare, Wolle, die Stacheln des Igels und Stachelschweins,die Bedeckung des Gürtelthiers, die Federn der Vögel, dieSchuppen der Amphibien, und auch zum Theil die derFische.
Von diesen haben wir Untersuchungen über das Hornund die Haare. Die Horn Substanz bedeckt einen auf-stehenden Knochenfortsatz des Stirnbeins bei mehreren Ge-schlechtern der Pecora. Es ist am dünnsten an der Ba-sis, wo es von der Epidermis ausgeht, und am dichtestenund dicksten an dem Ende des inwendig befindlichen Kno-chenfortsatzes. Die Hornsubstanz ist bald durchscheinendgelbgrau, bald dunkelgrau, fast schwarz, halb hart, ela-stisch, verbreitet beim Raspeln einen unangenehmen Ge-ruch, ist ohne Geschmack, schwerer als Wasser, erweichtbei etwas über -J-lOO 0 , ohne sich zu zersetzen, und läfstsich dann biegen und pressen, so dafs man auf dieseWeise geraspeltes Horn vereinigen und zu verschiedenemBehuf formen kann. In der trocknen Destillation gibt dasHorn sehr viel stinkendes Oel, etwas kohlensaures Ammo-niak, sehr wenig Wasser, und läfst ungefähr l halb me-tallisch glänzender Kohle, die nach völliger Verbrennungungefähr i Procent vom Gewicht des Horns Asche gibt,die hauptsächlich aus phosphorsaurem Kalk, mit etwas koh-lensaurem Kalk und phosphorsaurem Natron besteht.
Das Plorn ist in Wasser unlöslich, aber durch meh-rere Tage lang fortgesetztes Kochen erweicht es etwas, unddas Wasser trübt sich alsdann, nach Hatchet’s Angabe,durch Zinnsolution, aber nicht durch Gerbstoff. — Ebenso wenig lösen Alkohol und Aether das Horn auf, sie neh-men daraus nur eine gewisse Menge verseiftes Fett, ein