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4,1 (1831) Lehrbuch der Thier-Chemie
Entstehung
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Die Haut.

nur unter den Fußsohlen und in den Händen ist sie dicker,und besteht da aus mehreren über einander liegenden Blät-tern. Sie ist wenig elastisch und zerbricht leicht. Wirdsie ausgespannt, so nimmt sie nachher nicht wieder ihrvoriges Yolum an. Sie scheint nicht aus einer Verwebungvon Fasern zu bestehen, sondern eine blätterige Bildungzu haben. Sie hat keine Gefäfse und Nerven, und läfstsich in sofern als eine todte, über den ganzen Körper aus-gebreitete Hülle betrachten. Sie wird unaufhörlich abge-nutzt und fällt oft in Schuppen ab; aber eben so leichtwird sie wieder ersetzt, ist dann anfangs ganz dünn, underlangt erst nach und nach ihre gehörige Dicke.

Die Oberhaut gehört zu den am wenigsten zerstörba-ren Theilen des Körpers. Durch Austrocknung wird sienicht spröde und steif; nach dem Tode fällt sie leicht vonder Haut ab, und man findet sie oft unverändert, nach-dem die Haut schon gänzlich verfault ist. Wird trockneEpidermis an dem Rande einer Lichtflamme erhitzt, soschmilzt sie, ohne sich zu biegen oder aufzublähen, ent-zündet sich und verbrennt mit klarer Flamme und demgewöhnlichen Geruch verbrennender Thierstoffe, indem sievon den Rändern häufig kleine schwarze, nicht selten bren-nende Oeltropfen abwirft. Von Wasser wird die Epider-mis leicht durchtränkt. Auf der inneren Handfläche schwilltsie hierbei auf, wird runzlich, undurchscheinend und weifs.Lange mit Wasser benetzt, wird sie spröde, ohne eigent-lich zu laulen, und im Kochen schrumpft sie weder zu-sammen, noch löst sie sich auf; allein die Epidermis vonder inneren Seite der Hände und Fiifse theilt sich beimKochen in mehrere Lamellen. Wasserstoffsuperoxyd, aufdie Oberhaut getropft, färbt dieselbe grauweifs, was abernach einigen Stunden wieder verschwindet. In Alkoholund Aether ist die Oberhaut unlöslich; sie nehmen darausnur etwas Fett auf, womit sie in ihrem natürlichen Zu-stande durchtränkt ist.

Von concentrirter Schwefelsäure wird die Oberhautzuerst aufgeweicht und hernach aufgelöst; daher kommtes, dafs sich Schwefelsäure zwischen den Fingern schlüpfrig

an-