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4,1 (1831) Lehrbuch der Thier-Chemie
Entstehung
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Chylus.

von emnlsionartig aufgeschlämmtem Fett. Seine röthlicheFarbe rührt von zugleich aufgeschlämmtem Farbstoff her.Sie unterbanden mit Chylus gefüllte Stücke vom Ductusthoracicus, und entleerten sie dann über Quecksilber inSauerstoffgas, in Stickgas aus atmosphärischer Luft mitPhosphor bereitet, und in Kohlensäuregas. Im Sauerstoff-gas schien der Chylus keine stärkere Farbe zu bekommen,er nahm nur eine anders modificirle, schön scharlachrotliean, die in den beiden anderen Gasen in eine braune über-ging, ohne dafs sie vom Sauerstoffgas wieder in die hocli-rothe znrückgebracht werden konnte. Dafs er in Stick-gas dunkler wurde, könnte, nach ihnen, vielleicht vonphosphorichter Säure herrühren. In Schwefelwasserstoffgaswurde die Farbe grün. Aus diesen Versuchen schliefsensie, dafs die rothe Farbe, welche der Chylus in Berührungmit der Luft annimmt, nur eine Modi/ication von zuvordarin befindlichem Farbstoff ist, nicht aber, dafs, wie mangewöhnlich vermuthete, aufgeschlämmte ungefärbte Kügel-chen sich in Berührung mit der Luft roth färben. Zuwei-len erhält man vom Chylus ein ungefärbtes Coagulum, undzuweilen ein nur anfangs farbloses und nachher rosenrothwerdendes Coagulum. Diefs kann davon herrühren, dafsdie in der ganzen Flüssigkeit: verbreitete Farbe zu schwachwar, als dals sie bemerkt werden konnte, aber nun immersichtbarer wird, je mehr sich das Coagulum zu einem ge-ringeren Volum zusammenzieht. In diesem Falle hat dieLuft keinen Aniheil an der Färbung des anfangs farblosenCoagulums, und müfsle dann auch in sauerstoffgasfreienGasen statt finden, worüber jedoch noch die Versuchefehlen.

Wie der Farbstoff in den Chylus eingemischt werde,darüber geben die Versuche keinen Aufschlufs. Tiede-mann und Gmelin leiten ihn, so wie den Faserstoff, vomBlute ab, weil sie fanden, dafs der durch einige Drüsengegangene Chylus coagulirte, ohne dafs sich das Coagulumröthete, und dafs erst dann die Farbe sichtbar zunehme,wenn er noch durch mehr Drüsen gegangen sei. Ebenso wenig konnte ein bestimmter Einl-'ufs der Nahrungs-