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Chylus.
schiedener genossener Nahrung verglichen; von Pr out,W. Brande, welcher angab, dafs sie Milchzucker enthalte,was Niemand vor ihm gefunden hatte, und auch, ungeach-tet der genauesten Nachforschung, Niemand nachher wie-der entdecken konnte; von Leuret und Lassaigne, undendlich von Tiedemann und Gmelin. Die Untersu-chungen der letzteren sind die ausgedehntesten, und zeich-nen sich durch besondere Genauigkeit in den Details aus,weshalb ich auch ihre Resultate, die im Ganzen mit denenvonReufs und Einmert übereinstimmen, der folgendenBeschreibung zu Grunde legen will.
Wir haben den Chylus bei seinem Eintritte in dieSaugadern, und dann in der Periode, wo er zur Entlee-rung daraus fertig ist, zu betrachten. Chylus aus denersten Saugader-Enden hat zwar niemals in solcherMenge gesammelt werden können, dafs man eine Analysedavon versuchen konnte; allein Tiedemann und Gme-lin fanden, gleich wie Pieufs und Einmert, dafs er inder Luft nicht gerinnt, und auch dann nur sehr selten 4oa-gulirt, nachdem er schon durch die erste Drüsenreihe ge-gangen und seine milchweifse Farbe in eine gelbe oderrolhgelbe umgeändert worden ist. Die Milcbigkeit ent-steht, wie schon oben gesagt wurde, vom Fett aus dengenossenen Speisen, welches durch die Zumischung derGalle und des pancreatischen Saftes eine Emulsion bildetund absorbirt wird. Sie zeigt sich besonders stark nachgenossenem Fett, und kann ganz fehlen, wenn die Speisenkein Fett enthalten haben, oder wenn der Zutritt der Galleverhindert und das Fett nicht zur Emulsion geworden war,ohne dafs deshalb der Chylus wesentlich verändert zu seinscheint. Wird milchigter Chylus mit Aether in hinreichen-der Menge geschüttelt, so nimmt derselbe das Fett auf unddie Flüssigkeit wird klar. Chylus aus dem Ductusthoraci cus von einem Pferde, welches während derVerdauung nach reichlich verzehrtem Hafer getödtet war,bildete eine röthlichweifse, milchigte Flüssigkeit, die nachwenigen Minuten coagulirte. Das Coagulum war anfangsblafsroth, wurde aber nach einigen Minuten zirmoberroth.IV. IS