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4,1 (1831) Lehrbuch der Thier-Chemie
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im Verdauungsprozefs.

Galle gelangt ist, nimmt der Schleim auf der Zunge da-von die Farbe an, und man hat einen bitteren Geschmackim Munde. Denis sammelte und trocknete diesen Schleimvon einem Kranken, bei dem er sich in Menge anhäufte.Salzsäure löste die Hälfte davon auf; das Aufgelöste be-stand aus phosphorsaurem Kalk und zum Theil aus Kalk-erde, die kohlensauer war und sich, nach Denis, mitBrausen auflöste. Ammoniak schlägt den phosphorsaurenKalk mit gelber Farbe nieder. Der in Salzsäure ungelösteTheil besafs die Eigenschaften vom Schleim. Denis hieltdiesen Ueberzug auf der Zunge für die Ursache des Wein-steins der Zähne.

Zuweilen wird der Magensaft mit seinem vollen Ge-halt an Säure abgesondert, ohne dafs der Magen Speisenenthält; er reizt dann den Magen zum Erbrechen, undes wird eine klare saure Flüssigkeit ausgebrochen, die sosauer ist, dafs sie die Politur der Zähne angreift und sie,wie man es zu nennen pflegt, stumpf macht. Es ist diefseine eigene Krankheit, die Gastrodynie, die sich zuweilenauch als ein Symptom in anderen Krankheiten, wie z. B.in der Migräne, zeigt. Ehe man wufste, dafs Chlorwasser-stoffsäure einen Bestandtheil des Magensaftes ausmacht, undso lange man darin nur Essigsäure und Milchsäure vermu-thete, war hierbei dieses Angreifen der Zähne ein Räthsel.

Bei einigen Krankheiten wird ein schwarzes Liquidumausgebrochen, was meistens ein sehr schlimmes Symptomausmacht. In diesem Falle war Blut mit seinem Farbstoffin den Magen gelangt, und ist von dessen Flüssigkeitenverändert worden, indem dabei der Farbstoff in einen Zu-stand übergegangen zu sein scheint, ähnlich dem, woriner durch Kochen versetzt und schwarz wird.

Zuweilen findet man in den Eingeweiden von Kin-dern und von Thieren zusammengeballte Kugeln von Bina-ren, Aegagropilae, welche von verschluckten Haaren ent-stehen. Die Kinder haben zuweilen das unnatürliche Ge-lüste, mit Begierde Filz, wollene Lappen und dergleichenzu kauen und die Haare davon hinunterzuschlucken, die