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4,1 (1831) Lehrbuch der Thier-Chemie
Entstehung
Seite
248
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248 Vcrdannngsprozcfs und seine Producle.

Darmkanale von nüchternen Tbieren ganz dieselben Be-standteile, ohne dafs die Analyse eine andere qualitativeVerschiedenheit, als in Hinsicht der unaufgelösten Stoffeoder den Anfang zu den Excrementen, zu erkennen gab.Entweder wird also die Nahrung schon im Darmkanal inMaterien umgewandelt, die mit den Bestandtheilen desDarmsaftes und der pancrentischen Flüssigkeit identischsind, was wohl nicht sehr wahrscheinlich ist, oder es wirddas Neugebildete so rasch absorbirt und mit so viel Darm-saft vermischt, dafs man nicht klar darüber werden kann,was sich wohl ebenfalls kaum für den oberen Theil des Je-junums annehmen läfst, oder endlich ist unsere Kenntnifsvon den Eigenschaften der hier vorkommenden Materiennoch zu unreif, als dafs wir sie richtig zu scheiden undzu erkennen vermöchten, und diefs ist wohl das Wahr-scheinlichste. Klar ist dieser Punkt auf jeden Fall nochnicht.

Während des Durchganges durch die Därme verliertdie Masse unaufhörlich von dem darin enthaltenen Liqui-dum, und wird consistenter und trockner. Dabei ver-schwinden gewisse der dai'in aufgelösten Materien, wäh-rend andere in der übriebleibenden Lösung immer mehro o

concentrirt werden. Die Abscheidung der Flüssigkeit vondem Ungelösten beruht auf einem doppelten Prozefs. DieSchleimhaut ist mit den sammtartigen Darmzottenversehen, die in Berührung mit einem flüssigen Körper sichdamit wie ein Schwamm vollsaugen, während die unge-löste Masse mit dem weniger fein Vertheilten allmählig dar-über weggleitet. Zwischen diesen Darmzotten öffnen sichdie Mündungen der Saugadern, um die Flüssigkeit aufzu-pumpen. Man könnte diesen Vorgang miL einem Filtri-ren vergleichen, was zuerst durch ein gröberes Tuch, undhernach durch ein feineres Filtrum geschähe. Durch dieseAbseihung verschwindet allmählig das Eivveifs, es vermin-dert sich die freie Säure der Masse so, dafs sie kaummehr im Ende des Ileums bemerkbar ist, und die Massewürde zuletzt gänzlich ihre Flüssigkeit verlieren, wenn sienicht durch beständig zufliefsenden DarmsafL miL neuer Flüs-