Gelbsucht.
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ser, Alkohol, Aether, saure und alkalische Flüssigkeiten,eine geringe Menge in diesen löslicher Stoffe ausgezogenhat, bleibt eine unlösliche, dunkle und geschmackloseMasse zurück, die sich beim Glühen in Destillationseefä-fsen nicht verändert, und die, nach Powell’s Versuchen,beim Erhitzen in Sauerstoffgas, zuerst eine geringe Spurvon Rauch gibt, sich darauf entzündet und ohne Flammeund Rückstand, unter Bildung von Kohlensäuregas, ver-glimmt.
Endlich wäre noch derjenige kranke Zustand zu er-wähnen, wobei die Gallengänge verstopft sind, und alsodie Ergiefsung der Galle verhindert ist. Nachdem sichhierbei Gallenblase und Gallengänge, unter völliger Aus-dehnung, mit Galle angefüllt haben, hört durch den me-chanischen Widerstand alle weitere Ueberführung von Flüs-sigkeiten in die gallenbildenden Gefäfse auf, und man fin-det in Kurzem Bestandtheile der Galle durch den Urinund die Hautausdunstung ausgeleert, und das Weifse imAuge und zuletzt auch die Haut gelb werden; das Thierstirbt nach einer gewissen Zeit, wenn der Widerstandnicht gehoben wird, und man findet dann fast alle Bestand-theile seines Körpers mehr oder weniger von Galle gelbgefärbt. Wiewohl man aus den Versuchen, wo bei leben-den Thieren die Nieren weggenommen, und die Bestand-theile des Urins dessen ungeachtet hernach in zunehmen-der Menge im Blute gefunden wurden, auf eine ähnlicheVermuthung auch bei Aufhörung der Verrichtung der Le-ber geführt werden könnte, so hat doch Tiedemanngezeigt, dafs die Saugadern der Leber, die sonst keineGalle führen, sich alsdann damit füllen und sie unaufhör-lich in den Ductus thoracicus überführen, wodurch folg-lich der Uebergang der Galle zu den übrigen Körperthei-len genügend erklärt werden kann.
Was mit der Bildung der Galle im Körper eigentlichbezweckt wird, darüber ist man noch nicht so in Sicher-heit, dafs die Physiologen darüber gleiche Uriheile hät-ten. Man glaubte lange, sie hätte einen wesentlichen undchemischen Einflufs bei dem Verdauungsprozesse; allein
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