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Analyse der Menschengalle.
Das dabei ungelöst bleibende war der Schleim der Gal-lenblase. Was Essigsäure auflöste, war der Farbstoff derGalle. Die Auflösung war dunkelgrün und liinterliefs nachdem Abdampfen eine dunkelgrüne Masse, die sauer rea-girte und mit Salpetersäure die characteristische Reactiondes Farbstoffs hervorbrachte. Sie schien eine chemischeVerbindung von Essigsäure mit dem F’arbstoff zu sein, ausder sich die Essigsäure durch Wärme abdunsten liefs, wo-bei sich aber der Farbstoff etwas veränderte und mit brau-ner Farbe zuriickblieb.
Das Decoct von dem in Alkohol unlöslichen Theil derGalle wurde zur Trockne verdunstet, und der Rückstandmit Alkohol gekocht. Was dieser ungelöst liefs, war Spei-chelstoff, der sich in Wasser löste, welche Auflösung nichtvon Säuren getrübt wurde und also frei von Käsestoff war.Die Auflösung in Alkohol trübte sich beim Erkalten undverhielt sich ganz wie eine Auflösung von Milch-Käsestoff.Nach dem Erkalten enthielt sie sehr wenig Käsestoff, et-was Gallenfett und Bestandteile der Galle, die der Alko-hol das erste Mal nicht ausgezogen hatte. Nach dem Ver-dunsten zur Trockne zog daraus Aether das Gallcnfettaus. — Der in Alkohol unlösliche Theil der Galle bestandalso aus Gallenschleim, Farbstoff, Speichelstoff und Kä-sestoff.
2 J Der in Alkohol lösliche Theil. Nach einigen TagenRuhe trübte sich die Auflösung in Alkohol und setze einGemenge von Gallenfett, Käsestoff und Farbstoff ab, dieauf die Weise getrennt wurden, dafs man das Gallenfettmit Aether und den Farbstoff mit Essig auszog, und soder Käsestoff zuriickblieb.
Die geklärte Alkoholsolution, zur Dicke von Extractabgedampft und dieses dann mit Aether geschüttelt, tratdiesem Gallenfett ab, wobei sich aber dieser zugleich braunfärbte von aufgenommener Galle, die nach Absetzung desGallenfettes zu dem Uebrigen gemischt wurde, welchesman, nach Verdünnung mit W r asser, mit basischem essigsau-ren Bleioxyd fällte. Der dabei in der Flüssigkeit aufgelöst