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Käsestoff. Speichelstoff. Salze.
Alkohol im Kochen den Käsestoff ausgezogen hat, bleibteine in Wasser lösliche Materie zurück, welche Gmelinfür Speichelstoff oder damit analog hält. Sie quillt in Was-ser auf, wird weich und schlüpfrig, löst sich dann theil-weise mit Hinterlassung dicker weifser Flocken auf, unddiese Auflösung wird von Chlor, von Säuren, selbst Essig,von Kalkwasser, Alaun, Zinn-, Eisen-, Kupfer-, Blei- undQuecksilber-Salzen, aber nicht von salpetersaurem Silber-oxyd gefällt. Der Niederschlag mit salpetersaurem Queck-silberoxydul wurde nach einer Weile roth. Auch von Gall-äpfelinfusion wird sie gefällt. Die Substanz, welche meh-rere Chemiker Speichelstoff nennen (und die sich von demaus Menschenspeichel, clen ich mit diesem Namen bezeich-nete, unterscheidet), scheint im Ganzen die in den mei-sten Flüssigkeiten des thierischen Körpers vorkommende,in Wasser leicht lösliche, aber in Alkohol unlösliche Ma-terie zu sein, die von Quecksilberchlorid und von Gerb-stoff gefällt wird, und mit der viel Aehnlichkeit hat, diesich aus Faserstoff und Eiweils auflöst, wenn sich diesedurch langes Kochen in Wasser verändern und ihre Lös-lichkeit in Essigsäure verlieren.
Die in der Galle enthaltenen Salze betreffend, so hatGmelin darin folgende nachgewiesen:
VI) Zweifach kolile.nsaures Natron, und Vi) kohlen-saures Ammoniak. Wenn man, nach Gmelin, Galle de-stillirt, und dabei aus dem Tubulus derYorlage eine Gas-leitungsröhre in Kalkwasser leitet, so trübt sich dieses undes fällt kohlensaurer Kalk nieder, dessen Kohlensäure voneinem, durch das Kochen zersetzten zweifach kohlensaurenSalze herrührt. Das in die Vorlage überdestillirte Wasserenthält kohlensaures Ammoniak. Vor dem Kochen reagirtdie Galle nicht sichtbar alkalisch auf geröthetes Lackmus-oder Curcumä-Papier, nachher aber ist diese Reaction aufbeiden deutlich. Vogel glaubte Schwefelwasserstoff daringefunden zu haben, nach Gmelin aber wird ein, vorderDestillation in die Vorlage gegossenes Bleisalz von demDestillat nicht geschwärzt, wenn die Galle frisch ist.
19 ) Essigsaures Natron. Gmelin suchte aus der