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4,1 (1831) Lehrbuch der Thier-Chemie
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Galle.

stoffsäure in dicken dunkelgrünen Flocken gefällt, und nach-her zeigt die Flüssigkeit nur einen schwachen Stich insGrüne. Der niedergeschlagene Farbstoff löst sich, nachdem Auswaschen und Trocknen, in Salpetersäure mit ro-ther Farbe, ohne blau oder violett dazwischen, auf, unddie rothe Farbe geht bald in die gelbe über. Der durchSalzsäure bewirkte dunkelgrüne Niederschlag löst sich sehrleicht und mit grasgrüner Farbe, sowohl in Ammoniakals Kali auf. Die Ursache der in der Galle oft vorgehen-den Farbenveränderungen von Gelb in Braun und Grün,scheinen auf der Oxydation des Farbstoffs zu beruhen, wo-bei er von Gelb in Grün übergeht, und dadurch in Alkalileichter löslich wird. Galle, mit einer Säure versetzt undin Berührung mit der Luft gelassen, wird nach einigenTagen völlig grün. Gmelin vermischte Hundegalle, diegelbbraun ist, mit Salzsäure in einer, an einem Ende zu-geschmolzenen und über Quecksilber umgestürzten, Glas-röhre. Auf diese Weise vor dem Luftzutritte geschützt,blieb die Farbe des Gemisches unverändert; sowie aberSauerstoffgas hinzugelassen wurde, färbte es sich grün, zu-erst an der Berührungsfläche mit dem Gase und nachherdurch und durch, indem die Galle dabei ihr halbes Vo-lum Sauerstoffgas absorbirte. Chlor bringt dasselbe Far-benspiel wie Salpetersäure hervor, jedoch weniger lebhaft;das Blau ist kaum merklich, sondern die Farbe geht gleichvon Grün in Both über, und ein Ueberschufs von Chlorzerstört die Farbe der Galle gänzlich und bleicht dieselbeunter Bildung einer weifsen Trübung.

Nicht allein die Galle von Säugethieren, sondern auchvon Vögeln, Fischen und Amphibien, bringt mit Salpeter-säure die erwähnte Farbenveränderung hervor, ungeach-tet die ursprüngliche Farbennuance der Galle nicht alleinbei verschiedenen Thierarten, sondern auch bei Individuenderselben Species ungleich ist. Die Hundegalle z. B. istgelbbraun, kaum mit einem Stich ins Grüne, die Ochsen-galle grün ins Bräunliche, und die Galle der Vögel meh-rentheils smaragdgrün.

Wenn man in Galle, nachdem man damit durch zu-