Farbstolf der Galle.
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Haut, das Weifse im Auge u. u., gelb färbt und die Ur-sache der gelben Farbe ist, welche man an der Gallen-blase und den sie umgebenden Theilen nach dem Todegefunden hat. Thenard machte zuerst aufmerksam dar-auf; er fand ihn in der Menschengalle in Gestalt einesgelben Pulvers aufgeschlammt, weiches er mutiere jaunede La bile nannte, und von dem er zeigte, dafs sie die-selbe Substanz sei, welche man in den Gallensteinen vonOchsen linde, und auch bei einem im Jardi/i du Roi zuParis verstorbenen Elephanten gefunden habe, bei dem sieeine in dem Lebergallengang angesammelte Masse von fJ-Pfund Gewicht ausmachte.
Zur Darlegung der Beschaffenheit dieser Substanz werdeichGmelin’s Untersuchung eines Ochsen-Gallensteins an-führen, wovon sie den Hauptbestandtheil ausmachte. Erliefs sich leicht zu einem hell rothbraunen Pulver reiben.Kochender Alkohol zog daraus nur wenig Fett aus, undfärbte sicli gelb. Kaustisches Ammoniak löste eine geringeMenge davon auf; das beste Lösungsmittel dafür war aberKalihydrat. Die durch Digestion erhaltene Auflösung warhellgelb, und wurde durch Sauerstoff-Absorption aus derLuft grünlichbraun. Mit Salpetersäure stark übersättigt,zeigt diese Auflösung eine Fieaction, die für den Farbstoffder Galle cliaracteristiscli ist; setzt man nicht zu viel Säureauf einmal hinzu, indem man wohl ummischt, so wirddie Flüssigkeit zuerst grün, darauf blau, violett und zu-letzt rolli, und diese Farbenveränderung geht innerhalbweniger Secunden vor sich. Nach einer Weile verschwindetauch die rothe Farbe, die Flüssigkeit wird gelb, und dieEigenschaften des Farbstoffs haben sich nun gänzlich ver-ändert. Es bedarf nur einer sehr geringen Menge Farb-stoff, um diese lieaction deutlich merkbar zu machen, undsie findet nicht allein mit Galle, sondern auch mit Blutwas-ser, Chylus-Serutn, Urin und anderen Flüssigkeiten statt,wenn sie bei der Gelbsucht eine gelbe Farbe angenom-men haben, und ist daher das sicherste Entdeckungsmittelfür die Gegenwart von Galle oder ihres Farbstoffs. DieAuflösung des Farbstoffs in Kali wird von Chlorwasser-