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4,1 (1831) Lehrbuch der Thier-Chemie
Entstehung
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Gallenzucker.

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lang im Wasserbade verdunsten, so setzt sie eine braun-gelbe, durchsichtige, ölartige Masse ab, die in der Kältezwar etwas fester wird, sich übrigens aber weich erhält.Die saure Flüssigkeit, worin sie sich gebildet, wird vonWasser gefällt und gibt einen weifsen, pulverförmigenStoff, oder hinterläfst, wenn man sie abdampft, einen brau-nen, körnigen, in Wasser völlig löslichen Rückstand, derbitter schmeckt, Lackmus röthet, und mit Kalkhydratkaum eine Spur von Ammoniak entwickelt. Wird dieserkörnige Rückstand in wenigem Wasser aufgelöst und mitconcentrirter Chlorwasserstoffsäure vermischt, so fällt einebraune, extractartige, in Wasser wieder lösliche Masse nie-der. Die oben erwähnte, durch Digestion der Auflösungdes Gallenzuckers in Chlorwasserstoffsäure niedergeschla-gene, ölartige Verbindung ist in kaltem Wasser nicht lös-lich, und wird, wenn man sie mehrere Male damit wäscht,weifs, undurchsichtig, und löst sich dann in warmem Was-ser mit gelber Farbe und bitterem Geschinacke auf.Die Alkalien scheinen nicht bedeutend auf den Gallenznk-ker einzuwirken; Kalkhydrat entwickelt daraus wenigstenskein Ammoniak.

Die Auflösung des Gallenzuckers in Wasser scheintvon Chlor, Jod, Alaun, Chlorzinn *), essigsaurem Bleioxyd,neutralem oder basischem schwefelsauren Eisenoxydul,schwefelsaurem Kupferoxyd, Eisenchlorid, Quecksilberchlo-rid, salpetersaurem Qu^cksilberoxydul und salpetersauremSilberoxyd nicht verändert zu werden. Eben so wenigwird sie von Gerbstoff gefällt, und durch Hefe läfst siesicli nicht in Gährung versetzen. .

Eine concentrirte Auflösung von Gallenzucker löst beimDigeriren etwas Gallenharz auf, beim Verdünnen mit Was-ser fällt aber ein Theil des Aufgelösten wieder nieder,

# ) Als Lyclinell das in Wasser gelöste Alkoholextract von ein-getrockneter Galle mit Chlorzinn und dazwischen Immer mitso viel Ammoniak, als zum Neutrahsiren der freiwerdendenSaure nölhig war, vermischte, so blieb in der Auflösung keinGallenzucker, und die Flüssigkeit gab nach der Verdunstungnur Salmiak und die Salze der Gallo.