Analyse der lYlenscheuleber. iö7
Speichel gefundenen und Speichelstoff genannten Substanzzu vergleichen.
Das summarische llesultat von Braconnot-’s Analyseder Ochsenleber ist Folgendes.
Im feuchten Zustande enthält die Leber:
Gewebe von Gefäßen
und Häuten . .
18,94
Eigenes Parenchym aus
| löslichen Stoffen .
25,56
1 Wasser ....
. 55,50
' 1710700“.
Was hier unter Gefäßen und Hänlen begriffen ist, be-steht eigentlich aus dem, was Wasser unaufgelöst ließ. Mankönnte bemerken, dal's gar nicht untersucht sei, ob hierinnicht noch Fett und andere Stolle enthalten seien, die inanderen Auflösungsmillein als Wasser auflöslich sind.
Das eigentliche Parenchym der Leber (d. h. der sichin Wasser lösende oder darin aufschläimnende Theil) be-
stand in 100 Th. aus:
Wasser.6S,64
Eiweifs, getrocknet gewogen. 20,19
Eine, wenig Stickstoff haltige, in Wasser leicht,
in Alkohol wenig lösliche Substanz . . . 6,07
Leberfett.. 3,89
Chlorkalium. 0,04
Knochenerde, eisenhaltig. 0,47
Salz von einer brennbaren Säure mit Kali . . 0,10
Eine geringe Menge eingemengtes Blut ... —
100 , 00 .
Natürlicherweise bleibt hauptsächlich noch übrig, diechemischen Eigenschaften einet jeden der Substanzen, indie sich die Leber durch die chemische Analyse zerlegenläßt, ausführlicher kennen zu lernen.
Die menschliche Leber ist nachher von Fromm-herz und Gugert untersucht worden. Die Zusammen-setzung scheint im Allgemeinen ganz analog zu sein, aberdurch die verschiedene analytische Methode und die ver-schiedenen Absichten der Untersuchenden werden Verschie-denheiten in den liesultaten veranlaßt, die vermuthlichbei wiederholten Analysen wegfallen werden. Sie nahmen