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Lymphe und Saugadern.
That, bei ihrer Eigenschaft zu gerinnen, keine Art von auf-geschlammten Kügelchen enthalte, weil es dadurch ausge-macht wäre, dafs der Faserstoff darin wirklich aufgelösLenthalten sei. Reufs und Emmert fanden bestimmt letz-teres und bedienten sich zur Untersuchung eines Micros-cops, durch welches die Kügelchen im Chylus deutlich un-terschieden werden konnten. Allein Kügelchen von reinemFaserstoff in der Lymphe könnten wegen ihres fast glei-chen Brechungsvermögens mit der Flüssigkeit durchsichtigsein, und daher zur Unterscheidung eine ganz besondereAufmerksamkeit erfordern. Die Entscheidung dieses Punk-tes ist um so wichtiger, weil dadurch bestimmt wird, obein Theil des Faserstoffs im Blutwasser aufgelöst ist, undob es das Gerinnen von diesem Theil ist, welcher das Coa-gulum des Blutes bildet, indem er die aufgeschlämmtenKügelchen zusammenfafst und einschliefst. Diefs scheintgegenwärtig das Wahrscheinlichste, bedarf aber doch durcheine genauere Untersuchung einer fernem Bestätigung.
Die Saugadern sind hinsichtlich ihrer chemischenZusammensetzung wenig untersucht. Sie sind sehr klein,sehen in gefülltem Zustande knotig aus, laufen in allen Rich-tungen in einander (Anastomosen), und gehen besondersin der Bauchhöhle grofsentheils in eigene Drüsen, die lym-phatischen Drüsen, über, in welche sehr viele kleine Ge-fäße gehen und sich darin verzweigen, während nur einsoder nur einige wieder davon Weggehen; und nicht seltengehen sie, nach Tiedemann’s und Gmelin’s Untersu-chungen, in den Drüsen in die ungefärbten Enden derVenen über. Die Saugadern sind inwendig mit einerMenge hervorstehender Klappen versehen, gebildet durchVerdoppelung ihrer innern Haut, zu einer hervorstehen-den Falte, welche bei einem Druck oder einer Zusam-menziehung des Gefäfses das Zurücktreten der Flüssigkeitin ihnen verhindert, und wodurch in ihrem gefüllten Zu-stand das knotige Ansehn entsteht. Ihr Aufsaugungs-Ver-mögen möchte wohl nur in der allgemeinen physischenKraft aller Haarröhrchen, sich mit den Flüssigkeiten, indie sich ihre offenen Enden öffnen, zu füllen, bestehen;