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Die Lungen und das Athmen.
Sauerstoffgas und Wasserstoffgas imprägnirten Wasser keineSpur von Wasserstoffgas aufgenommen hatten, bevor sievon diesem Gasgemenge starben.
Die Insekten athmen durch Oeffnungen an den Seitendes Körpers, durch welche die Luft in eigene, zu mehre-ren Theilen des Körpers führende Luftröhren eindringt.Verschliefst man diese Oeffnungen mit Oel, so sterben dieInsekten bald, wiewohl die meisten derselben sehr langein luftleerem Raum leben können. Scheele, Vauquelinund Hausmann haben bewiesen, dafs die Insekten einenTheil vom Sauerstoffgasgehalt der Luft in Kohlensäure-gas umwandeln. Ueber die Wirkung der Würmer auf dieLuft sind von Spallanzani und von Hausmann Ver-suche angestellt worden, mit demselben Resultate wie beiden Insekten. Die Athmungswerkzeuge dieser Tliiere sindnoch nicht recht bekannt. Spallanzani glaubte zu fin-den, dafs sie zugleich Stickgas aufnähmen, was wohl eineneue Prüfung verdient.
Mehrere Larven von Insekten leben in faulenden Mas-sen von Pflanzen- und Thierstoffen, die kein freies Sauer-stoffgas enthalten können, und ich habe solche Larven inQuellwasser leben und gedeihen sehen, welches kohlen-saures Eisenoxydul und etwas Schwefelwasserstoffgas ent-hielt. Offenbar ist also der Einflufs des Sauerstoffgases fürdie niederen Thierklassen weit entbehrlicher als für diehöheren.
4. Thierische Wärme.
Säugethiere und Vögel haben bekanntlich eine höhereTemperatur als das Medium, in welchem sie leben, welchesbeständig von ihnen erwärmt wird und sie abkühlt; aufwelche Weise aber die Wärme bei ihnen entwickelt wird,so dafs sich ihre Temperatur beständig gleich erhält, istuns noch gänzlich unbekannt, so viele Versuche man auchhierüber angestellt hat. — Der Grund, warum ich diesenGegenstand im Zusammenhang mit dem Blut und Athmenabhandle, liegt darin, dafs man in den Erscheinungen des