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Die Lungen und das Atlmien.
Athmen bei den verschiedenen Tliierklassen.Das Atlnnen der Säugethiere und der Vögel geschieht aufgleiche Weise. Die Vögel sind nur mehr für fremde Gasein der Luft und für einen verminderten Sauerstoffgasge-halt darin empfindlich. Aus ihren Lungen dringt die Luftin einige ihrer Röhrenknochen, die also, wegen der Leich-tigkeit, mit Luft statt mit Mark gefüllt sind. Säugethiere,die sich in die Erde vergraben, wie z. B. der Maulwurf,die Feldmäuse, halten ohne Nachtheil in einer Atmosphäreaus, die so viel Sauerstoffgas verloren hat, dafs sie augen-blicklich einen Vogel tödten würde. Die in und unterdem Wasser lebenden Säugethiere besitzen verschiedene Ei-genthümlichkeiten im Bau ihres Gefäfssystems, wodurch dieCirculation möglich ist, ohne dafs die ganze Blutmasse durchdie Lungen zu gehen braucht, wenn sie sich unter demWasser befinden. Sowohl der Fötus der Säugethiere alsauch das Embryo im Eie der Vögel haben ihr arteriellesund ihr venöses Blut, aber die Umwandlung des venösenin arterielles geschieht nicht in den Lungen; diese ent-halten noch keine Luft, sondern es geht diese Verände-rung auf eine andere Weise vor sich. Der Fötus der Säu-gethiere, der in einer Flüssigkeit liegt, hängt an dem so-genannten Nabelstrang, der an der Stelle des Leibes, wonachher der Nabel bleibt, befestigt ist und zu dem soge-nannten Mutterkuchen (PlacentaJ geht, einer aus lauterBlutgefäfsen verwebten Masse, die auf der innern Seitedes Fruchthälters ( UterusJ festgewachsen ist. In dem Na-belstrange laufen zwei Arterien, die venöses Blut zum Mut-terkuchen führen, und eine Vene, die es davon zum Fötusarteriell zurückführt. Von dem Pulsadersystem der Mut-ter geht eine mit arteriellem Blut gefüllte Pulsader, derenVerzweigungen in dem Mutterkuchen sich mit kleinen Zel-len endigen, die mit arteriellem Blut gefüllt werden, undin denen dieses venös wird und aus ihnen in Venen nach-her wieder zurückgeht. Von dem Fötus vertheilen sich dieArterien von dem Nabelstrang auf gleiche Weise in kleineZellen, die mit dem venösen Blute gefüllt werden; dieseZellen liegen abwechselnd mit denen von der Mutter und