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Die Lungen und das Athmen.
Branntwein oder Hoffmannstropfen zu sich genommen hat,riecht der Athem gewöhnlich deutlich nach diesen, undbei denen, welche sich dem unmäßigen Genufs von Brannt-wein ergeben, kann man schon in weiter Entfernung vonihnen den Geruch des Fuselöls in der ausgeathmeten Lufterkennen. Bei Versuchen, Thieren in die Venen kleineMengen von Wasser einzuspritzen, das mit Schwefelwas-serstoff oder Phosphorwasserstoff imprägnirt war, roch dieausgeathmete Luft in wenig Augenblicken nach jenen Ga-sen, und als pinem Hund in eine Schenkelvene eine Auf-lösung von Phosphor in fettem Oel eingespritzt wurde,hauchte er, gleich darauf, dicke Dämpfe von phosphorich-ter Säure aus.
Michaelis hat den Versuch gemacht, die elemen-tare Zusammensetzung der Bestandteile des Blutes im ar-teriellen und venösen Zustande mit einander zu verglei-chen, in der Absicht, durch die Analyse die Art der Ver-,änderung zu erfahren, welche das Blut 'beim Athmen er-leidet. Ich verweise hinsichtlich dieser Vergleichung aufdie angeführte elementare Zusammensetzung des Faserstoffsund des Eiweifses, und will hier nur seine Resultate vonder Analyse des Farbstoffs anführen.
arteriell.
venös.
Stickstoff
17,253
17,392
Kohlenstoff .
51,382
53,231
Wasserstoff .
8,354
7,711
Sauerstoff
23,011
21,666.
Hiervon sind die unverbrennlichen Bestandtheile desFarbstoffs abgezogen. Könnte man annehmen, was wohlunrichtig wäre, dafs in diesen Angaben kein bemerkens-werther Beobachtungsfehler enthalten sei, so ginge darausklar hervor, dafs der rothe Farbstoff des arteriellen Blu-tes weniger Kohlenstoff und mehr Sauerstoff als der desvenösen enthielte. — Allein ich fürchte, dafs diese Ueber-einstimmung zwischen der Analyse und den Versuchenüber die Luftveränderung nur eine Täuschung ist. Esglückt dem Chemiker nicht, den hochrothen Zustand desarteriellen Bluts zu fixiren; es ist dunkelbraun, ehe er ihn
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