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4,1 (1831) Lehrbuch der Thier-Chemie
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Seite
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Adern und Blutuinlauf.

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in die entsprechenden kleineren Yenen-Yerzweigungen ge-langt ist. Diese Art Veränderung erleidet das Blut zwarnur langsam, auch aufserhalb dem Körper, wenn es vonder Berührung mit der Luft ausgeschlossen bleibt, und Le-gallois will durch Versuche gefunden haben, dafs wenndas Par vagum auf beiden Seiten von der Gemeinschaftmit dem Gehirn abgeschnitten wird, das Blut durch dieVenen arteriell zurückkomme, ohne in den Capillargefä-fsen in venöses verwandelt zu werden. Was bei der Um-wandlung des arteriellen Blutes in venöses in chemischerHinsicht vorgeht, ist uns gänzlich unbekannt.

Das von der linken Herzkammer in alle Theile des Kör-pers ausgeschickte arterielle Blut kommt von diesen als venö-ses durch die Venen zurück, die sich zuerst in zwei Stämme,und zuletzt in einen einzigen kurzen Stamm sammeln, derdas Blut in das rechte Herzohr ergiefst. Von hier gelangtdas venöse Blut in die rechte Herzkammer, welche das-selbe durch eine eigene Pulsader in die Lungen treibt. Inden in der ganzen Lungensubstanz verbreiteten Capillar-enden dieser Pulsader wird das Blut wieder hellroth oderarteriell, und sammelt sich dann durch Venen in einen ein-zigen Stamm, aus welchem dasselbe sich in das linke Herz-ohr, und von da in die linke Herzkammer ergiefst. DasBlut geht demnach beständig von der linken Herzkammerzur rechten, und von dieser wieder zur linken. Die er-stere empfängt und versendet beständig venöses Blut, dieletztere dagegen empfängt und versendet beständig arte-rielles. Jedoch gilt diese Darstellung nur von dem Blut-umlauf bei Thieren mit zwei Herzkammern; bei denen,weiche nur eine haben, wird das Blut von dem Herzenentweder zu den Athmungswerkzeugen getrieben, wie beiden Fischen, oder es nimmt das Herz das Blut aus diesenauf und treibt es in dem Körper herum, wie bei den Am-phibien.

3. Die Lungen und das Athmen.

Die in den Lungen vor sich gehende Umwandlungdes dunkelbraunen BluLes in hochrothes, wiewohl hinsicht-