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Eiweiis.
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lösung bewirkte Niederschlag. Von Laab wird das Ei-weifs nicht bei der Temperatur coagulirt, wobei es dieMilch gerinnen macht.
b) Eiweifs in geronnenem Zustand. Worin dieVeränderung besteht, welche das Eiweifs durch das Ge-rinnen erleidet, ist unbekannt. Wird coagulirtes Eiweifsgewaschen und dann getrocknet, so wird es bernsteingelbund durchsichtig. ln Wasser gelegt, erweicht es wie-derum, quillt auf, wird undurchsichtig und erlangt seinvoriges Ansehen wieder. Nach Chevreul löst Wassernur 0,007 seines Gewichts davon auf.
Zum Wasserstoffsuperoxyd verhält sich das geronneneEiweiis ganz anders wie Faserstoff und mehrere andereorganische Gewebe, indem es auf die Zersetzung des Su-peroxyds ganz ohne Einfiufs ist. Dieser Umstand scheintjedoch auf keiner wesentlichen chemischen Verschieden-heit zu beruhen, sondern mehr eine Folge von ungleich-artiger Aggregation zu sein, ungefähr von der Art, wierunde, glattflächige Körper aus lufthaltigen- Flüssigkeitenkein Gas entwickeln; dagegen spitze, unebene, eckige dasGas von ihrer Oberfläche aus der Flüssigkeit austreiben.
In geronnenem Zustand hat das Eiweifs so vollkom-men alle chemische Eigenschaften des Faserstoffs, dafs ichnicht eine einzige der beim Faserstoff angeführten wüfste,die nicht eben so vollkommen für das Eiweifs gelte, selbstbis auf die zuerst von Caventou und Bourdois be-merkte Eigenthümlichkeit, sich mit schön blauer Farbe inconcentrirter Salzsäure aufzulösen, daraus wieder ungefärbtdurch Wasser gefällt zu werden, während aber die Flüs-sigkeit blau bleibt, und sich in Salzsäure mit Purpurfarbezu lösen, wenn das Eiweifs mit ein wenig Farbstoff ver-unreinigt ist; eben so schwärzt seine Auflösung in kausti-schem Kali, beim Erhitzen in silbernen Gefäisen, das Sil-ber u. s. w., und es möchte schwer sein, sich für dieseso gleiche Verhalten eine andere Vorstellung zu machen,als dafs beide Stoffe eine und dieselbe chemische Sub-stanz, und nur durch irgend einen wenig bedeutenden, aberunbekannten Nebenumstand von einander verschieden seien.
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