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Untersuchung des Blutkuchens.
ist nichts Anderes als ein Gemenge von Farbstoff mit Ei-weiß, aus dem sich durch wiederholte Auskochungen mitAlkohol ersterer ausziehen llifst, während die Farbe desEiweißes bei jedem erneuten Kochen abnimmt. Aber auchdann setzt der Alkohol beim Erkalten eine Portion Farb-stoff von lebhafter rolher Farbe ab, deshalb merkwürdig,weil er den coagulirten Farbstoff in einem durch das Ko-chen nicht veränderten Zustand enthält. Beim Abfiltrirendes Alkohols wird er auf dem Filtrum viel höher rotli,und bleibt auch hell roth, nachdem man ihn, auf demPapiere dünn ausgebreitet, getrocknet hat. Er wird übri-gens, wie der frisch coagulirte Farbstoff, von Essigsäureaufgelöst.
Die vom coagulirten Blut mit Alkohol erhaltenen, fd-trirten Auflösungen geben nach dem Abdampfen keines-wegs reinen Farbstoff, sondern hinterlassen ein Gemengevon diesem mit Fett, Alkali, Kochsalz und den im Bluteenthaltenen, in Alkohol löslichen Salzen und thierischenStoffen.
Die elementare Zusammensetzung des Farbstoffs kommtmit der des Faserstoffs sehr nahe überein, mit dem Un-terschiede, dafs ersterer eine größere Menge von Aschehinterläßt, und daß diese Asche stark eisenhaltig ist. BeimVerbrennen verhält er sich genau so wie der F'aserstoff,Die Bestandteile der Asche lassen sich nicht durch Säu-ren, selbst nicht durch Königswasser aus dem Farbstoffoder aus der durch trockne Destillation daraus erhaltenenKohle ausziehen; aber vom Faserstoff unterscheidet er sichdarin, dafs das durch trockne Destillation daraus erzeugteBrandöl, nach Vaucjuelin, purpurroth ist.
Nach Versuchen von Michaelis, deren Zahlen-Re-sultate ich bei der Lehre vom Athmen angeben werde,ist die relative Proportion der ßestandtheile des Farbstoffsfast ganz dieselbe, wie sie derselbe Chemiker für die brenn-baren ßestandtheile des Faserstoffs gefunden hat, und ichwerde mich daher hier nur noch bei der Asche desselbenaufhalten. Sie ist immer alkalisch und beträgt ungefährbis lf Procent vom Gewicht des getrockneten Farbstoffs,