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Untersuchung des Blulkuclicns.
ausmachen, das ich die eiweil’sartigen Körper nenne,und die sich auch in ihren übrigen chemischen Eigenschaf-ten einander sehr ähnlich sind.
Der Faserstoff wird von kaustischem Kali, selbstwenn es sehr verdünnt ist, aufgelöst. Legt man denselbenin eine kaustische Lauge, die so verdünnt ist, dals mausie ohne Schaden auf die Zunge bringen kann, so gelaii-nirt er darin allmählig gerade so wie in einer concentrir-ten Säure und erfüllt zuletzt die ganze Flüssigkeit. Dige-rirt man ihn dann damit in einem verschlossenen Gefälsebei 50° bis 60°, so löst er sich allmählig zu einerschwach gelblichen, etwas unklaren Flüssigkeit auf, diesich zwar durch Filtriren klären läIst, aber sehr bald dasFiltrum verstopft. Die gelbe Farbe rührt hauptsächlichvon noch einer Spur Farbstoff her, und wird um so tie-fer, je sichtbarer der angewandte Faserstoff einen Stichins Rothe hat. Ich habe diese Auflösung fast farblos gehabt.Wiewohl das Alkali den Faserstoff ganz unverändert aul-zunehmen scheint, so erleidet er dabei doch eine geringeVeränderung in der Zusammensetzung; denn sättigt mandas Alkali mit einer Säure, z. B. Essigsäure oder Salz-säure, so haucht die Flüssigkeit, zumal wenn sie warmist, einen, zwar schnell verschwindenden, gemischtenGeruch wie nach Galle und Schwefelwasserstoff aus, unddigerirt man die alkalische Flüssigkeit in einem silbernenGefäfse> so schwärzt sich dasselbe bald durch einen Ueber-zug von Schwefelsilber. Der Faserstoff kann das Alkaliso vollständig sättigen, dafs alle alkalische Reaction derFlüssigkeit verschwindet; diefs ist aber erst dann derFall, nachdem man das überschüssige Alkali mit Essig-säure gesättigt und davon noch so viel zugesetzt hat, dalssich ein Theil Faserstoff niederschlägt, ohne sich nachVerlauf von mehreren Siunden wieder aufzulösen. Diefiltrirte Flüssigkeit ist dann völlig neutral und enthält Fa-serstoffkali, in welcher Verbindung aber das Kali, in Ver-gleich zum Faserstoff, nur eine sehr geringe Menge aus-macht. Diese Auflösung zeigt in ihrem Verhallen einegroße Aehnlichkeit mit Eiweils, gerinnt jedoch nicht beim